Nachbarschaftshilfe Lünern-Stockum hat Fuß gefasst – immer mehr Hilfe auf Gegenseitigkeit

Und wenn es nur die Hilfe beim Rasenmähen ist: Viele Nachbarn können auch die gebrauchen. - Foto: privat

Und wenn es nur die Hilfe beim Rasenmähen ist: Viele Nachbarn können auch die gebrauchen. – Foto: privat

Unna-Lünern-Stockum. Das Projekt Nachbarschaftshilfe ist weiter auf Erfolgskurs in Lünern und Stockum. Das Modell der Hilfe auf Gegenseitigkeit und gegenseitigem Austausch von Kenntnissen und Qualitäten bewährt sich und zieht immer weitere Kreise. Im Mai des vergangenen Jahres begann die Nachbarschaftshilfe in den beiden Ostdörfern aktiv zu werden. Heute zählt die kleine Organisation schon rund 30 aktive Mitglieder und es wurden schon 25 Dienstleistungen geschafft. Wo die Fähigkeiten des Nachbarn an ihre Grenzen gelangen, greift ein anderer Nachbar helfend ein, weil er über solche Fähigkeiten verfügt.

Das beginnt beispielsweise beim Kuchen backen erstreckt sich über Hilfen bei Computerproblemen oder reicht bis zum simplen Einkaufsfahrten oder Hilfen im Haushalt. Aber auch handwerkliche Fachkenntnisse sind gern nachgefragt. Bezahlt wird dann mit “Zeit-Talern” anstelle von Euro, die im Bedarfsfall wieder eingelöst werden können, wenn man selbst Hilfe bei etwas benötigt, was andere besser können – zum Beispiel beim Rasenmähen oder Heckeschneiden.

Ziel war es, den dörflichen Zusammenhalt weiter zu stärken, was allem Anschein nach gelungen ist. Diese absolute generationsübergreifende Initiative trifft sich quartalsweise zu gemeinsamen Stammtisch-Abenden, und die werden erfreulicherweise immer besser angenommen. Beim jüngsten Treffen konnten schon 15 Anwesende gezählt werden. Sebastian Schmidt, der gemeinsam mit Jennifer Steinbeck und Dorflegende Adolf Küpper (Jennis Opa) damals die ersten Anschubhilfen gab, weiß auch, warum solche Initiativen Zeit benötigen: „Die Hürde, etwas von anderen in Anspruch zu nehmen, musste erstmal ,überwunden’ werden. So etwas braucht Zeit um sich zu etablieren“.

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