Kreis-SPD resümiert nach drei Jahren Sparkassen-Fusion: Das Modell hat sich bewährt und dient vor allem der heimischen Kundschaft

Brigitte Cziesoh - Foto: SPD

Brigitte Cziesoh – Foto: SPD

Kreis Unna. Mehr als drei Jahre ist es nun her als die Sparkassen Unna und Kamen – mit breiter Zustimmung der Politik – beschlossen, in eine gemeinsame Zukunft zu starten. Heute ist die Sparkasse UnnaKamen mit einer Bilanzsumme von rund 2,2 Mrd. Euro und rund 430 Mitarbeitern das größte Institut im Kreis Unna. Ein guter Anlass für die SPD Kreistagsfraktion die „neue“ Sparkasse UnnaKamen wieder einmal zu besuchen und sich ein Bild von der Leistungsfähigkeit ihrer Sparkasse zu machen.

Langfristig gute Strukturen zu schaffen und die nachhaltige Unterstützung der lokalen Wirtschaft – das waren die wesentlichsten Ziele der Fusion zur Sparkasse UnnaKamen, erläuterte der Vorstandsvorsitzende Klaus Moßmeier bei diesem Besuch. Die aktuellen Geschäftszahlen 2015 belegen, dass diese Ziele erreicht wurden. Klar zeichnet sich auch der Mehrwert des Zusammenschlusses für die Kunden ab: Die Leistungsfähigkeit vor allem im Kundengeschäft konnte weiter ausgebaut werden und insbesondere der Mittelstand profitiert durch höhere Kreditvergabemöglichkeiten. Wesentlich waren auch der Erhalt der Arbeitsplätze und die Sicherung des nach wie vor hohen Ausbildungsniveaus.

Bei allen positiven Geschäftszahlen zeigt der Blick in das Jahr 2016 für die gesamte Branche aber auch sehr große Herausforderungen, so Klaus Moßmeier weiter. So ist derzeit noch nicht abzusehen, wie lange die Niedrigzinsphase noch andauern wird und welche Regulierungsanforderungen seitens Bund und EU noch auf die Institute zukommen werden. Weitere Stichworte sind: Demografische Entwicklung, der stetige Wettbewerbsdruck (insbesondere durch Internetbanken) sowie das veränderte Kundenverhalten. Hier waren die Sozialdemokraten insbesondere von den Erkenntnissen zum Nutzungsverhalten der Kunden überrascht: Während jeder Kunden im Durchschnitt einmal im Jahr zu einem ausführlichen Beratungsgespräch in die Filiale kommt, werden die Sparkassen-App und die mobile Internetfiliale rund 16 mal pro Monat aufgerufen. „Das Tempo zur Digitalisierung bestimmen die Kunden selbst. Darauf müssen sich alle Banken und Sparkassen einstellen“, sagt Klaus Moßmeier.

Ein weiteres Thema war auch die Bedeutung der Sparkasse UnnaKamen für die Wirtschaftsförderung in der Region. „Örtliche Nähe, um aktiv auf Unternehmen zuzugehen, und die Erweiterung regionaler Netzwerke um das Wissen über Bedarfe lokaler Unternehmen, das sind die Kernelemente der guten Zusammenarbeit zwischen Wirtschaftsförderung und Sparkasse“, konnte der Kreiswirtschaftsförderer Dr. Michael Dannebom berichten. Gemeinsame Interessen liegen zudem in der Entwicklung von Gewerbeflächen, der Optimierung von Nachfolgesituationen und in der Bereitstellung von Risikokapital.

„Wir brauchen unsere Sparkassen im Kreis als Teil einer aktiven Wirtschaftsförderung“, so resümiert die Vorsitzende der SPD-Fraktion im Kreistag Brigitte Cziehso den Besuch. „Dafür müssen sie stark sein und ihre Strukturen wetterfest machen“. Daher haben die Sozialdemokraten die bisherigen Fusionen im Kreis auch aktiv unterstützt. So auch die erst kürzlich erfolgte Fusion im Nordkreis zur Sparkasse an der Lippe (Lünen, Selm und Werne) mit einem Volumen von fast 2 Mrd. Euro. Insgesamt liegt es aber in der Verantwortung jedes einzelnen Instituts das Geschäftsmodell „Sparkasse“ zukunftsfähig aufzustellen, um den Kunden in der Region weiterhin ein verlässlicher Partner zu sein.

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