Unnas Jusos fordern mehr Mittel für freie Kulturschaffende in der Stadt

Unna. Die Unnaer Jusos trafen sich zu ihrer ersten Sitzung im Jahr 2016. Zu Gast war die Kulturausschussvorsitzende im Rat der Kreisstadt Unna Ingrid Kroll.

Nach einem Bericht von Ingrid Kroll über ihre Arbeit im Kulturausschuss startete eine intensive Debatte über die Kulturlandschaft in Unna. Wesentlicher Diskussionspunkt war die ungleiche Verteilung von Finanzmitteln zwischen den Aushängeschildern in Unnas Kultur (z. B. Lindenbrauerei oder Lichtkunst) und den kleineren freischaffenden Künstlern/Innen und Vereinen, welche die Kultur in Unna bereichern.

Für uns Jusos ist klar, dass Kultur in Unna nicht nur aus Leuchtturmprojekten bestehen darf. Dennoch sind diese Projekte wichtige Aushängeschilder und über die Stadtgrenzen bekannt. Daher kommt es für die Unnaer Jusos nicht in Frage, Mittel für diese Projekte zu kürzen oder umzuverteilen. Vielmehr fordern sie eine Erhöhung des Kulturetats, um auch kleinere Künstler, Vereine und Projekte zu unterstützen. Nur so kann sicher gestellt werden, dass Unnas Kultur bunt bleibt.

Im weiteren Verlauf der Sitzung tauschten sich die Jusos und Kroll über die Zusammenarbeit zwischen den Jusos und der Unnaer SPD aus. Die JungsozialistenInnen erneuerten ihre Forderung nach deutlich mehr Mitspracherechten in der Mutterpartei und kritisierten den zögerlichen Umgang mit Neumitgliedern in den Ortsvereinen.

Ingrid Kroll (Vorsitzende des größten Ortsvereins in Unna, Oberstadt) nahm die Kritik an und verwies auf die schwerfälligen Strukturen innerhalb der SPD bei der Meldung von Neumitgliedern an die Ortsvereine. Für die Jusos ist klar, dass im Umgang mit Neumitgliedern erhebliche Änderungen vorgenommen werden müssen und das hier die Unnaer SPD in der Pflicht ist. Änderungsvorschläge werden die Jusos wie geplant auf dem nächsten Stadtverbandsparteitag in Antragsform einbringen.

Die nächste Sitzung der Unnaer Jusos findet am 3. März 2016 ebenfalls im Gasthaus Agethen statt.

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