Bundesweit modellhaft – Die Handwerksregion stellt sich in der Bildung neu auf

Region. Das Handwerk stellt sich neu auf. Seit 1. Januar 2016 sind die Bildungsbereiche der Kreishandwerkerschaften Hellweg-Lippe (Hamm, Soest, Unna), Ruhr (Bochum) sowie Dortmund und Lünen unter dem Dach der Handwerkskammer Dortmund zusammengeführt. Unterzeichnet wurden die notwendigen Verträge im Dezember 2015, nachdem die Mitgliederversammlungen der Kreishandwerkerschaften und die Vollversammlung der Handwerkskammer für diesen neuen Verbund votiert hatten.

Damit stellt sich das heimische Handwerk zukunftsfest auf. „Das Handwerk richtet sich im Bereich der Aus- und Weiterbildung gemeinschaftlich neu aus. Mit dem Bildungsverbund – bundesweit bislang einmalig – nutzen wir die große Chance, uns passgenau auf die Gegebenheiten und Erfordernisse der kommenden Jahre einzustellen – zwischen veränderten Förderrichtlinien der öffentlichen Hand einerseits und dem demographischen Wandel unserer Gesellschaft auf der anderen Seite“, erklärt Handwerkskammer-Präsident Berthold Schröder.

Man wolle den Bildungsaktivitäten des Handwerks nun im Zusammenschluss ein neues Profil geben und habe sich ambitionierte Ziele gesetzt. Dazu zähle beispielsweise die Einrichtung von regionalen, gewerkbezogenen Kompetenzzentren, in denen hoch qualifizierte Ausbilder modernstes Wissen vermitteln. Berthold Schröder: „Wir setzen klar auf gesteigerte Kompetenzen in unserer Bildungsarbeit. Wer bei uns schulen lässt, kann sich darauf verlassen, diese gesteigerte Qualität auch zu erhalten.“

Wesentlicher Eckpfeiler der qualitativ hochwertigen Ausbildung im regionalen Handwerk bleiben die Meister und Ausbilder aus den Betrieben der Innungen: Sie werden sich mit ihrem großen Wissen und ihrer Praxis-Erfahrung in den jeweiligen Fachausschüssen weiterhin direkt in die Lehrgangsplanung und Vorbereitung einbringen. Dies garantiere eine betriebsnahe Ausbildung mit Bezug auf die sich anschließende (Gesellen)-Prüfung, wie auch Christoph Knepper – Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe – betont.

„Der konzertierte und partnerschaftliche Schulterschluss zur Neuausrichtung der Bildungsaktivitäten solle andererseits die Bedeutung und Gestaltungskraft des Handwerks bei der Gewinnung von Nachwuchskräften unterstützen“, erläutert der Kreishandwerksmeister und unterstreicht dabei besonders die künftige Qualifizierung aller im Handwerk Tätigen, die sich im neuen Bildungsverbund auf einem einheitlich hohen fachlichen, methodisch-didaktischen und medialen Niveau durchführen lasse. „Unsere Mitgliedsbetriebe -die Auszubildenden, Fachkräfte, Meister und Handwerksunternehmer- können von den neuen Lern- und Raumkonzepten mit konsequenter Praxisorientierung nur profitieren.“

Beitragsbild: Kreishandwerksmeister Christoph Knepper (Bildmitte, vorn) und Hauptgeschäftsführer Detlef Schönberger (2.v.l.) sehen die Chancen des neugebildeten Bildungsverbundes des Handwerks: „Damit stellt sich das heimische Handwerk in der Region zukunftsfest auf!“ Außerdem im Bild: (vorne rechts) Handwerkskammer-Präsident Berthold Schröder, (hintere Reihe v.l.): Joachim Susewind (Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Dortmund und Lünen), Franz-Josef Panatzek (Geschäftsführer Bildungsverbund), Ernst Wölke (Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dortmund).- Foto: Handwerk

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