Und immer wieder walzert das “Wiener Blut” von Johann Strauß durchs Publikum

Unna. Dieses Beziehungsgewirr bleibt bis heute unterhaltsam. Johann Strauß’ (Sohn) quirrlige Operette walzert sich am Montag, 25. Januar 2016 schon ab 19 Uhr durch die Stadthalle Unna. Und sie verspricht wie schon bei der Uraufführung der Operette am 26. Oktober 1899 im Carltheater Wien wunderbaren Spaß.

Die lebenslustige Wienerin Gabriele ist mit Balduin Graf Zedlau, den Gesandten von Reuß-Schleiz-Greiz getraut worden. Schon nach kurzer Zeit entpuppt sich Zedlau als sehr spießig, und da ihm das Wiener Blut fehlt, zieht Gabriele wieder auf das Schloss ihrer Eltern zurück. Inzwischen ist aber aus dem provinziellsteifen Gatten ein richtiger Lebemann geworden, und beginnt eine Affäre mit der schönen Demoselle Franziska Cagliari. Zudem wirft er ein Auge auf die Probiermamsell Pepi Pleininger – nicht ahnend, dass es sich dabei um die Braut seines Dieners Josef handelt.

Gabriele erfährt vom Treiben ihres Mannes und kehrt in seine Villa zurück. Nach turbulenten Verwechslungen treffen alle einander beim Heurigen in Hietzing. Gabriele lässt sich von Fürst Ypsheim-Gindelbach, dem Premierminister von Reuß-Schleiz-Greiz und Vorgesetzter von Graf Balduin geleiten. Balduin vergnügt sich mit der Probiermamsell und Josef kommt mit der schönen Demoselle Franziska Cagliari. Am Ende finden natürlich die richtigen Paare wieder zueinander. Und was war schuld an allen Verwirrungen? – das Wiener Blut!

Eine der fröhlichsten und beschwingtesten Strauß-Operetten erfreut durch ihren Reichtum an herzhafter, zündender Musik und natürlich der Walzer „Wiener Blut, eigner Saft, voller Kraft, voller Glut“ sind nur einige der bekanntesten Melodien dieses Meisterwerkes.

Beitragsbild: Johann Strauß abgebildet auf einer Lithografie von Josef Kriehuber, 1853 – Foto: gemeinfrei

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