SPD-Neujahrsempfang in Lünern – Anja Kolar und Oliver Kaczmarek zeichneten Bilder zum Nachdenken und der dörflichen Wärme

Hielt eine Rede auf ihre Dörfer und deren großartige Menschen. - Fotos: Rudi Bernhardt

Hielt eine Rede auf ihre Dörfer und deren großartige Menschen. – Fotos: Rudi Bernhardt

Unna-Lünern. Familientreffen zum neuen Jahr in Lünern Ludwig-Polscher-Haus, Neujahrsempfang der heimischen SPD. Sebastian Schmidt als Vorsitzender und Ortsvorsteherin Anja Kolar hatten jede Menge Hände zur Begrüßung zu schütteln, “Onkel Emma” Dirk Klahold schleppte eilends belegte Brote und literweise heißen Kaffee in den Saal. Ein fröhliches Hallo hetzte das nächste. Lünern feiert gerne, und das zeigte sich auch bei dieser traditionellen Feier des neuen Jahres.

Nach der Begrüßungsansprache durch Sebi Schmidt zog Ortsvorsteherin Anja Kolar eine Jahresbilanz für den dörflichen Stadtteil, die erkennbar eine handelnde Handschrift trug. Ob es die längst gelösten Probleme mit den Turnhallen-Dächern waren, oder die Regelungen zur LKW-Durchfahrt in der Vöhde, ob es die Leistungen fürs Bürgerbad waren oder die erfolgversprechenden Bemühungen, die Dörfer Lünern und Stockum mit schnellem Internet auszustatten. Anja Kolar konnte mit Fug und Recht sagen, dass sie und die SPD ihren Dorflagen angemessenes Gewicht geben.

In der Tradition ihrer Vorgängerin und ihres Vorgängers verwies Anja Kolar auch auf bundesdeutsche und geopolitische Ereignisse, die ihre Folgen auch bin in die heimischen Diskussionen tragen. Charlie Hebdo, die Anschläge von Paris oder in der Türkei, die Zahl der Flüchtlinge aus Nordafrika oder zum Beispiel Syrien, das alles habe auch spezifische Auswirkungen auf Ortslagen wie Lünern und Stockum.

Sorgte für klare Forderungen an den Bund, mit der Hilfe für Kommunen ernsthaft auch in Zukunft weiterzumachen: Oliver Kaczmarek (MdB).

Sorgte für klare Forderungen an den Bund, mit der Hilfe für Kommunen ernsthaft auch in Zukunft weiterzumachen: Oliver Kaczmarek (MdB).

Wie das aussieht, skizzierte Bundestagsabgeordneter Oliver Kaczmarek in seinen anschließenden Ausführungen. Er bemerkte angelegen vieler Randerscheinungen im Zusammenhang mit der Flüchtlingsdiskussion ebenso bedauernd wie voll Unverständnis, dass rechtes und unverholen rassistisch vorgetragenes Gedankengut Raum greife. Die staatlichen in der nachhaltigen Verfassung zu bewahren, Gesetze konsequent anzuwenden, halte er für angemessen, nach Verschärfungen zu rufen, wo der Gesetzeszuschnitt eigentlich schon heute ausreichend sei, wenn er denn angewandt würde, sei doch nur ein Reflex. Wirksam sei eine personell gut ausgestattete Polizei und Staatsanwaltschaft und Gerichte, die Gesetze umsetzen. Und: Wer Gesetze übertritt gehöre bestraft, ganz gleich woher er ursprünglich kommt. Eine Gesetzmäßigkeit gehöre indes tatsächlich verschärft: die im Zusammenhang mit sexuell motivierten Übergriffen. Und das nicht erst seit den Kölner Vorfällen zur Jahreswende. Da herrsche seit langem für jeden erkennbar Nachholbedarf.

Aber auch Oliver Kaczmarek konnte nicht umhin, den Ortsteilen Lünern und Stockum besondere Aufmerksamkeit zu geben. Und das nicht allein, weil er von Horst Höfer vor Jahren offiziell zum “Ehrenhauer” ernannt worden war und er dessen kleinstes Bergbaumuseum, „Fröhliche Morgensonne“, über den grünen Klee loben konnte. Wie wunderbar Dorfgemeinschaften funktionieren können, wie wohl jeder Mensch sich in solchen sozialen Zusammenhängen fühlen kann, das erlebe er immer wieder hier, gerade bei Anlässen wie diesem Neujahrsempfang.

Einer schönen Verpflichtung wollte Ortsvorsteherin Anja Kolar denn unbedingt noch nachkommen. Ihr und der Lünerner SPD war es ein besonderes Anliegen, einem der vielen ehrenamtlich Tätigen Danke zu sagen. Joachim Trempler war es, der seine Arbeit mit viel Verstand und noch mehr Herz für die Aufrechterhaltung des Hellweg-Bades in Lünern einsetzt. Ihm überreichte Anja Kolar ein Windlicht, auf dem die Silhouette von Lünern und Stockum zu sehen ist. “Das soll ein kleiner Dank sein, jedes Jahr wird eine exponierte Vertreterin und ein ebenso engagierter Vertreter des Ehrenamtes bei uns auf diese Weise bedacht werden”, kündigte sie an. “Denn ohne das ehrenamtliche Engagement ginge so vieles nicht mehr in unseren Dörfern”, sagt Anja Kolar.

Beitragsbild: Für seine unermüdliche Arbeit zugunsten des Hellweg-Bades sagten Anja Kolar und Sebastian Schmidt (rechts) dem Ehrenamtler des Jahres 2016 aus Lünern und Stockum Dank und überreichten ihm als Auszeichnung ein eigens angefertigtes Windlicht mit der Silhouette von beiden Dörfern. – Foto: Rudi Bernhardt

Gut gelaunt ins neue Jahr: Wilhelm Dördelmann, Lutz Landwehr und Helmut Eichhorst.  Sie hatten's nicht  weit anzureisen.

Gut gelaunt ins neue Jahr: Wilhelm Dördelmann, Lutz Landwehr und Helmut Eichhorst. Sie hatten’s nicht weit anzureisen.

1 comment for “SPD-Neujahrsempfang in Lünern – Anja Kolar und Oliver Kaczmarek zeichneten Bilder zum Nachdenken und der dörflichen Wärme

  1. Annette Borowski
    18. Januar 2016 at 11:33

    Es war wirklich eine gelungene Veranstaltung. Wir hatten viel Arbeit aber auch ganz viel Spaß. Der Saal war gefüllt….ein schöneres Dankeschön für getane Arbeit kann man nicht erhalten. Ich bin stolz auf meinen Ortsverein!

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