SPD im Kreis: Unsere Region braucht ausdrücklich Ansiedlungsflächen im Landesentwicklungplan

Brigitte Cziesoh - Foto: SPD

Brigitte Cziesoh – Foto: SPD

Kreis Unna. Die SPD-Kreistagsfraktion appelliert in einem gemeinsamen Antrag mit der CDU-Keistagsfraktion an das Land, unserer Region genügend Spielraum für die weitere wirtschaftspolitische Entwicklung zu lassen. „Wir benötigen insbesondere genügend Flächen für die Ansiedlung und das Wachstum von Unternehmen“, sagt Fraktionsvorsitzende Brigitte Cziehso.

Aus gutem Grund: Denn gegenwärtig arbeitet die Düsseldorfer Landesregierung am neuen Landesentwicklungsplan (LEP), mit dem klare Nutzungen für die Flächen in NRW auf Jahrzehnte hin festgelegt werden. Ansiedlungsflächen werden aber gerade knapp. Deshalb brauche der Kreis auch neue Reserven.

„Wirtschaft, Handel und Gewerbe konnten sich in den vergangenen Jahren im Kreis Unna gut entwickeln. Dies führte zu einem überdurchschnittlichen prozentualen Zuwachs an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen. Um diese Entwicklung auch weiterhin zu ermöglichen, müssen u.a. ausreichend restriktionsfreie Flächen für die Ansiedlung von Unternehmen zur Verfügung stehen“, heißt es denn auch in einem Antrag, den die SPD am heutigen Mittwoch als Resolution im Kreistag verabschieden will. Dazu komme, dass de facto heute schon keine Flächen mehr für Betriebserweiterungen zur Verfügung stünden.

Gleichzeitig sehen die Sozialdemokraten den Kreis Unna weiter als Drehscheibe für eine leistungsfähige Logistik. Das Land wird augefordert, die nötige Infrastruktur insbesondere im Bereich der Verkehrsträger bereitzustellen. Als östliches Tor zum Ruhrgebiet benötige der Kreis hervorragene Straßenverbindungen, einen gut ausgebauten öffentlichen Verkehr, beste Schienenanbindungen und Wasserstraßen sowie den überregionalen Radverkehr. LEP und Regionalplanung müssten den nötigen planerischen Spielraum sicherstellen.

In diesem Zusammenhang weisen die Sozialdemokraten darauf hin, dass der Kreis Unna längst keine ländliche Gebietskörperschaft mehr darstelle – aber leider eben auch nicht die Spielräume einer Großstadt eingeräumt bekomme, obwohl der Kreis mit den gleichen Problemen wie der gesamte Ballungsraum Ruhrgebiet konfrontiert sei. „Wir wünschen uns vom Land, dass es da stärker auf unsere besondere Lage eingeht“, fordert Brigitte Cziehso.

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