Kämmerer Karl Mölles Bilanz für 2015: Wir haben den Schuldenabbau übererfüllt

Unnas Kämmerer Karl-Gustav Mölle

Unnas Kämmerer Karl-Gustav Mölle

Unna. Der Schuldenabbau der Stadt Unna schritt auch im Jahr 2015 konsequent voran. Nach dem Höhepunkt der Finanz- und Wirtschaftskrise 2012 belief sich der Spitzenwert der Gesamtverschuldung auf 122,9 Mio. Euro. Zum 31. Dezember 2015 konnte der Schuldenbestand bei den Kreditinstituten auf nunmehr 108,7 Mio. Euro gesenkt werden. Damit konnten die Bankkredite in den vergangenen drei Jahren um insgesamt 14,2 Mio. Euro oder 11,6% verringert werden. Im Vergleich zum Vorjahreswert sanken die Schulden bei den Banken um insgesamt 5,7 Mio. Euro oder 5,0%.

Im Sinne der Generationengerechtigkeit begrüßte Unnas Erster Beigeordnete und Stadtkämmerer Karl-Gustav Mölle die anhaltende Rückführung der Gesamtverschuldung und damit die faktische „Einhaltung der Schuldenbremse“ seit immerhin drei Jahren. „Die gute konjunkturelle Lage sowie die konsequente Umsetzung der Haushaltssicherungsvorgaben haben unerwartete Steuermehreinnahmen und Einsparungen mit sich gebracht, die wir richtigerweise dem Schuldenabbau zukommen lassen konnten. Wir werden uns allerdings in diesem und den kommenden Jahren den Herausforderungen der Zusatzbelastungen der öffentlichen Hand im Sozialbereich stellen müssen und hoffen, den Schuldenabbau trotzdem fortsetzen zu können“, sagt Karl-Gustav Mölle.

Langfristige Verbindlichkeiten
um 1,7 Mio. Euro gesunken

Von den Bankverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2015 in Höhe von 108,7 Mio. Euro entfallen 51,9 Mio. Euro auf langfristige Schulden, mit denen die Kreisstadt Unna ihre Investitionen im Kernhaushalt finanziert. Dort sind zum Beispiel die Baumaßnahmen im Schul-, Straßen- und Sportbereich oder die Fahrzeugbeschaffungen zu nennen. Im Jahresverlauf 2015 ist der Schuldenstand von 53,7 Mio. Euro um 1,7 Mio. Euro oder 3,4% auf nunmehr 51,9 Mio. Euro gesunken.

Nach dem Haushaltssicherungskonzept der Stadt Unna soll die investive Verschuldung jährlich um durchschnittlich 1,0 Mio. Euro sinken. Wie in den Vorjahren wurde auch im Jahr 2015 dieses Ziel übererfüllt. An dem Konsolidierungsziel der kontinuierlichen Rückführung der investiven Verschuldung wird auch in den kommenden Haushaltsjahren konsequent festgehalten.

Kurzfristige Verbindlichkeiten
in 2015 erneut zurückgeführt

Die kurzfristigen Kassen- oder Dispositionskredite für das vergangene Haushaltsjahr konnten von 60,7 Mio. Euro im Jahr 2014 um 3,9 Mio. Euro oder 6,6% auf nunmehr 56,7 Mio. Euro verringert werden. Den Kassen- oder Dispositionskrediten stehen keine Investitionen gegenüber und werden im Allgemeinen auch als Kontoüberziehungskredit bezeichnet. Im Vergleich zum Spitzenwert des Jahres 2012 konnten diese kurzfristigen Verbindlichkeiten in den vergangenen drei Jahren von 63,2 Mio. Euro um 6,5 Mio. Euro oder 10,3% verringert werden.

Deutliche Reduzierung
des Zinsaufwandes

Für die Bankverbindlichkeiten musste die Stadt Unna im Haushaltsjahr 2015 insgesamt 2,3 Mio. Euro aufwenden, das sind im Vergleich zum Vorjahr 0,5 Mio. Euro weniger. Im Vergleich zum Jahr 2012 konnten die Zinsaufwendungen von 3,5 Mio. Euro um beachtliche 1,2 Mio. Euro oder 1/3 verringert werden. Sowohl der rückläufige Schuldenstand als auch das weiter anhaltend niedrige Zinsniveau haben zu diesem erfreulichen Zinsergebnis beigetragen. Dem Konsolidierungsprozess der Kreisstadt Unna kommt aber auch zu Gute, dass ein Großteil der Bankverbindlichkeiten für einen langen Zeitraum zinsgünstig finanziert werden konnte.

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