Unna pflanzt Energie – Jetzt erntet unsere Energiegenossenschaft Solarstrom auf dem Jobcenter

Vertragsunterzeichnung: Frank Weiland (l.) mit Dr. Michael Rumphorst vor der Photovoltaik-Anlage auf dem Gebäude des Jobcenters.- Fotos: Energiegenossenschaft Unna

Vertragsunterzeichnung: Frank Weiland (l.) mit Dr. Michael Rumphorst vor der Photovoltaik-Anlage auf dem Gebäude des Jobcenters.- Fotos: Energiegenossenschaft Unna

Unna. Auf dem Dach des Jobcenters am Unnaer Bahnhof erntet die Unnaer Energiegenossenschaft künftig Solarstrom: Die Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 9,36 Kilowatt Peak hat die Genossenschaft von den Stadtwerken Unna gekauft. „Damit profitieren unsere über 230 Mitglieder vom sonnenreichen Standort Unna“, erklärt Dr. Michael Rumphorst, Vorstandsvorsitzender der Energiegenossenschaft.

„Wir setzen zudem ein Zeichen, dass wir uns gerade auch in der Region für die erneuerbaren Energien als zukunftsorientierte Kapitalanlage engagieren werden. Für die Stadtwerke Unna, die die Anlage 2007 installiert hatten, ist der Verkauf ein weiterer Schritt, um Menschen und Firmen aus der Region am Erfolg der regenerativen Energien zu beteiligen”, sagt Frank Weiland, Hauptabteilungsleiter Energieservice des kommunalen Energieunternehmens. „Wir hoffen, dass wir noch mehr Menschen für dieses Engagement gewinnen können.“ „Unna pflanzt Energie“ ist das Motto der Energiegenossenschaft, die von engagierten Bürgern mit Unterstützung der Stadtwerke Unna und der Arcanum Energy, einem Beratungs- und Projektentwicklungsunternehmen für Erneuerbare Energien aus Unna, gegründet wurde.

Die Energiegenossenschaft hat es sich zum Ziel gesetzt, Unnaer Bürgern die Teilhabe an umweltfreundlichen Energieerzeugungsanlagen zu ermöglichen und zu beweisen, dass Investitionen in den Klimaschutz finanziell lohnend sind. Im ersten Schritt hat die Genossenschaft über 400.000 Euro an Genossenschaftskapital eingesammelt. Ein großer Teil des Geldes ist in fertige Anlagen investiert, um die Kraft für Zukunftsprojekte zu sammeln: Die Solarstromanlage auf dem Jobcenter, und eine Solaranlage in Fürstenfeldbruck sind eine erste Grundlage für weitere Projekte. „Wir sind auch in Unna im Gespräch, denn wir wollen auch vor Ort mehr Photovoltaikanlagen installieren“, erklärt Dr. Michael Rumphorst. Entsprechende Investitionen seien sowohl am Brockhausplatz, auf der Stadthalle oder auf dem Gelände der einstigen Raketenstation in Opherdicke denkbar.

Ein Anteil an der Energiegenossenschaft ist 500 Euro wert. Mittelfristig wird eine Rendite von zwei Prozent angestrebt. „Wir wissen, dass viele Menschen eine dauerhafte und vor allem sichere und sinnvolle Geldanlage suchen. Die bieten wir“, sagt Vorstandsmitglied Martin Muesse. Durch den Kauf von Anteilen der Energiegenossenschaft werden Bürger zu Unternehmern und profitieren von der Energiewende. Außerdem leisten sie damit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz.

Stadtwerkekunden haben übrigens einen weiteren Vorteil: 100 Kilowattstunden Ökostrom bekommt jeder Stromkunde, der auch Mitglied der Energiegenossenschaft ist, jährlich auf ein Energiesparbuch gut geschrieben. Diese Stromgutschrift können sie am Jahresende oder später einlösen. Für Interessenten: Unter www.unna-pflanzt-energie.de gibt es alle Informationen.

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