PEN – In Saudi-Arabien wird ein Mitglied des deutschen PEN mit dem Tode bedroht: Appell von Heinrich Peuckmann

Berlin. Mit aller Schärfe verurteilt das deutsche PEN-Zentrum die Todesstrafe gegen Ashraf Fayadh, die von einem saudischen Gericht vor wenigen Tagen verhängt wurde. Ashraf Fayadh soll sich mit seinem Gedichtband „Instructions Within“ der Apostasie (im Islam Ridda oder Irtidad genannt, bezeichnet den „Abfall vom Islam“) schuldig gemacht haben.

Um seine Solidarität mit dem Dichter zu demonstrieren, hat das Präsidium des deutschen PEN Ashraf Fayadh mit sofortiger Wirkung zum Ehrenmitglied ernannt. „Dies ist nun nicht mehr nur ein Todesurteil gegen einen Kollegen, der weit entfernt lebt, es ist ab sofort ein Urteil gegen ein Mitglied des deutschen PEN“, betonte der Vizepräsident der Autorenvereinigung und Beauftragte für „Writers-in-Prison“, Sascha Feuchert.

In einem Brief an den saudischen Justizminister verlangte das deutsche PEN-Zentrum zusammen mit über 70 anderen Autorenverbänden und Menschenrechtsorganisationen, dass „Ashraf Fayadh unverzüglich und bedingungslos freizulassen ist, ebenso alle weiteren Menschen, die in Saudi-Arabien gegen ihr Recht auf freie Meinungsäußerung festgehalten werden.“ Die Unterzeichner stellen fest, Saudi Arabien verhalte sich in absolutem Widerspruch zu den Rechten, die es als Mitglied des UN-Menschenrechtsrats zu schützen versprach.

Der Wortlaut des Briefes in deutscher Übersetzung und im englischen Original.

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