Texte von Willy Kramp – ein Lesebuch zusammengestellt von Heinrich Peuckmann

Kreis Unna/Schwerte. Ein Lesebuch mit Texten des Dichters Willy Kramp, mit dem er bis zu dessen Tod im Jahre 1986 befreundet war, hat Heinrich Peuckmann nun zusammengestellt und in der Reihe „Nylands Kleine Westfälische Bibliothek“ veröffentlicht.

Willy Kramp hat in Schwerte-Villigst gelebt, dort war er auch Studienleiter der evangelischen Akademie, bis er sich Ende der Fünfziger Jahre entschloss, als freier Schriftsteller zu leben. Er gehört zu den Begründern des evangelischen Kirchentages und vor allem war er zu seiner Zeit ein bekannter Autor. Sein wichtigstes Buch ist der Romanbericht „Brüder und Knechte“, in dem er über den christlichen Widerstand gegen Hitler berichtet.

Willy Kramp war Offizier im Zweiten Weltkrieg und kam so mit diesem christlichen Widerstand, der übrigens klarere demokratische Vorstellungen für die Zeit nach Hitler hatte als die Gruppe um Stauffenberg, in Berührung. Sein Kompaniechef Hößlin rettete ihm das Leben, indem er nach dem gescheiterten Putsch alle Dokumente vernichtete, auf denen Willy Kramps Name auftauchte und schickte ihn an die Ostfront. Er selber wurde aber entlarvt und kurz danach hingerichtet wurde.

Dieses berührende Dokument, das es nach der Veröffentlichung wochenlang in die Bestsellerliste des „Spiegel“ brachte, steht denn auch in längeren Auszügen am Anfang des Lesebuches. Daneben hat Heinrich Peuckmann aber auch Romanauszüge, Erzählungen und Gedichte herausgesucht, darunter einen Auszug aus dem Roman „Das Lamm“, der im Ruhrgebiet kurz nach dem Krieg spielt und der von niemand geringerem als Wolfgang Staudte verfilmt wurde. Ein kleiner Junge zieht ein Lamm groß, das seine Eltern aber aus materieller Not schlachten wollen, was der Junge nicht erträgt. Deshalb flieht er mit dem Tier, kommt dabei weit durchs Ruhrgebiet und hat unterschiedliche Begegnungen.

Ergänzt werden die Texte im Lesebuch durch Fotos und einen Brief von Willy Kramp an Heinrich Peuckmann. Am Ende des Buches steht ein längeres Nachwort von Heinrich Peuckmann, in dem er die literarische Bedeutung von Willy Kramp herausarbeitet, aber auch die Person des Dichters durch die Schilderung persönlicher Begegnungen lebendig werden lässt.

„Willy Kramp verdient es, wieder Beachtung zu finden“, sagt Heinrich Peuckmann. „Er kann sehr gut erzählen, seine Themen, darunter die Geschichte eines Deserteurs, der aus dem Krieg flieht und sich jahrzehntelang im Wald versteckt, haben gerade in diesen Zeiten von Kriegen und Flüchtlingen wieder Bedeutung.“

Heinrich Peuckmann, geb. 1949 in Kamen. Besuch des Aufbaugymnasiums in Unna, Abitur 1968. Viele Jahre lang Lehrer am Gymnasium in Bergkamen. Daneben rege Schreibtätigkeit. Inzwischen fast 50 Einzelpublikationen: Romane, Erzähl- und Gedichtbände, Kinder- und Jugendbücher. Zuletzt erschienen der Ruhrgebietsroman „Saitenwechsel“ und der Krimi „Angonoka“, der sich mit den üblen Machenschaften der Tiermafia auseinandersetzt. Peuckmann hat auch einen Roman geschrieben, der in Unna spielt, weil er sich dieser Stadt sein Schulzeiten verbunden fühlt. „Heimkehr“ heißt der Roman, der einen Soziologieprofessor für einen Vortrag nach vielen Jahren zurück in seine Heimatstadt Unna führt, wo er ermordet wird. Gelegentlich fliegt Peuckmann nach China und hält an Universitäten in Shanghai und Xi´an Vorträge über deutsche Literatur vor chinesischen Germanistikstudenten. Inzwischen kennt er sich dort so gut aus, dass er über China geschrieben hat, unter anderem den Liebesroman „Rückkehr nach Shanghai“. Peuckmann ist Mitglied im Schriftstellerverband, in der Krimiautorenvereinigung „Das Syndikat“ und im PEN-Zentrum Deutschland, in dem er vor einem Jahr ins Präsidium gewählt wurde.

Heinrich Peuckmann, geb. 1949 in Kamen. Besuch des Aufbaugymnasiums in Unna, Abitur 1968. Viele Jahre lang Lehrer am Gymnasium in Bergkamen. Daneben rege Schreibtätigkeit. Inzwischen fast 50 Einzelpublikationen: Romane, Erzähl- und Gedichtbände, Kinder- und Jugendbücher. Zuletzt erschienen der Ruhrgebietsroman „Saitenwechsel“ und der Krimi „Angonoka“, der sich mit den üblen Machenschaften der Tiermafia auseinandersetzt. Peuckmann hat auch einen Roman geschrieben, der in Unna spielt, weil er sich dieser Stadt sein Schulzeiten verbunden fühlt. „Heimkehr“ heißt der Roman, der einen Soziologieprofessor für einen Vortrag nach vielen Jahren zurück in seine Heimatstadt Unna führt, wo er ermordet wird. Gelegentlich fliegt Peuckmann nach China und hält an Universitäten in Shanghai und Xi´an Vorträge über deutsche Literatur vor chinesischen Germanistikstudenten. Inzwischen kennt er sich dort so gut aus, dass er über China geschrieben hat, unter anderem den Liebesroman „Rückkehr nach Shanghai“.
Peuckmann ist Mitglied im Schriftstellerverband, in der Krimiautorenvereinigung „Das Syndikat“ und im PEN-Zentrum Deutschland, in dem er vor einem Jahr ins Präsidium gewählt wurde.

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