Evolve-Racing kämpft mit um die Pole bei Formel 1 in der Schule

Sie sind das Team von Evolve: Naomi Schünke, Arne Twer, Yannic Leismann und Tobias Bangert. - Fotos: Evolve

Sie sind das Team von Evolve: Naomi Schünke, Arne Twer, Yannic Leismann und Tobias Bangert. – Fotos: Evolve

Hagen/Land NRW. Lewis Hamilton ist längst Weltmeister, die Formel-1-Saison wird am 29. November 2015 erstmal mit dem Rennen in Abu Dhabi beendet. Aber für das vierköpfige Team der Scuderia mit dem klangvollen Namen Evolve-Racing geht es gerade auf die Zielflagge beim ersten Rennen zu. Naomi Schünke, Yannic Leismann, Arne Twer und Tobias Bangert sind allesamt am Hagener Fichte-Gymnasium, noch jung – 14 bis 16 Jahre alt – und wollen völlig professionell und hoch engagiert ganz nach vorn in der Konstrukteurswertung des internationalen Wettbewerbs F1 in schools. Aber als erstes gilt es, die erste Schikane, die Hürde auf Landesebene zu überspringen.

Bestenfalls würde der Weg über die NRW-Landesausscheidungen auf die nationale Ebene führen, weiter auf die internationale bis zum Weltmeisterschaft. Die wird dann in der Saison 2016 bei einer Grand-Prix-Austragung in Übersee stilecht gefeiert – mit Trophäen-Übergabe nur ohne Sektdusche.

Seit Monaten verbringen die Fichte-Schüler zahllose Stunden ihrer knappen Freizeit an ihrem Projekt Evolve, dem sie das Motto “You can’t stop the evolution!” gaben. Eine selbst gestaltete und programmierte Website www.evolve-racing.net informiert alle, die mehr über Ziele, Ansprüche und Personen des Teams erfahren wollen. Fast die gesamten Wochenenden verbringen die jungen Leute mit Konstrukteursarbeiten. Mittlerweile ist das Team fit in CAD, fräst aus Balsaholzblöcken Rennautos im Westentaschenformat oder – ebenfalls CAD-gesteuert – druckt mittels 3-D-Technik die leistungsstarke Bereifung.

Vorgeschaltet ist selbstverständlich die genaueste Berechnung der späteren Werkstücke. Die Feinstarbeit zahlt sich aus: Erste Windkanalerprobungen ergaben bereits cw-Werte (Strömungswiderstandskoeffizient) für das Selfmade-Auto, die selbstbewusste BMW-Entwickler erbleichen ließen. Das junge Formel-1-Team muss sich parallel zur rein technischen Entwicklung natürlich auch um Vermarktung des “Rennstalls”, Sponsoring und damit um die Versilberung des eigenen Markennamens kümmern. Ganz wie im richtigen Formel-1-Leben. Alles sehr schwierige Aufgaben, wie die Schüler freimütig zugeben. Denn es ist schon ein Unterschied, begeistert an technischen Problemen zu tüfteln und sich anschließend über deren Lösung zu freuen oder sich selbst, sein Produkt und dessen Vorzüge zu “verkaufen”. Aber, das sagen die Team-Mitglieder übereinstimmend: “Das schaffen wir!”

Ach ja, auf der Website von Evolve kann jeder, der als Sponsor oder Spender auftreten will, genaue Informationen darüber finden, wie er das anstellen kann. Ein Klick genügt.

Beitragsbild: Naomi Schünke, Arne Twer, Tobias Bangert und Yannic Leismann haben leere Blätter in den Händen. Dort könnten noch Einträge von Sponsoren und Spendern platziert werden.

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