novembergrau getönt – ein Gedicht von Karl Feldkamp

wind peitscht graubraune birken am hang
schräg durchsichtig stehen nasse fäden
vor beschlagenen fensterscheiben
selbst krähen verzichten auf flugversuche
und ein junger hund jault vor sich hin

das dorfkonzert müht sich um atonales in moll
nasse blätter schweben nachlässig
in pfützen zwischen kopfsteinpflastern
ein trecker mit güllefass
wartet vor der letzten kneipe

nur ein kind rennt mit gelben stiefeln
laut lachend durch eine Lache

Karl Feldkamp2

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