“NEIN zu Gewalt gegen Frauen” – breites Aktionsbündnis gegen alltägliche Gewalt

Unna. In Unna wird das Büro für Gleichstellungsfragen gemeinsam mit dem Mädchen- und Frauennetzwerk, dem Frauenforum und dem Zonta-Club HammUnna am Dienstag, 24. November 2015, von 10 bis 12 Uhr einen Infostand auf dem Wochenmarkt vor dem Rathaus aufstellen. Um 11 Uhr ist eine gemeinsame Flaggenaktion geplant, zu der auch Bürgermeister Werner Kolter, die Ratsmitglieder und alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind. Unter dem Motto „NEIN zu Gewalt an Frauen. Frei leben – ohne Gewalt“ soll auf die Diskriminierung von Frauen hingewiesen und die Ächtung jeglicher Form von Gewalt deutlich gemacht werden.

Seit mehr als 30 Jahren setzen sich Menschen an diesem Tag weltweit für die Beseitigung von Gewalt und Diskriminierung an Frauen ein. So auch in Deutschland, wo Gewalt gegen Frauen noch immer trauriger Alltag ist. Jede dritte Frau ist von körperlicher oder sexueller Gewalt betroffen. Rund 25 Prozent aller Frauen erleben Gewalt in ihrer Partnerschaft. Mehr als die Hälfte der Frauen wurde mindestens einmal im Leben sexuell belästigt.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie der Europäischen Union. Doch nur 20 Prozent dieser Frauen nutzen die bestehenden Beratungseinrichtungen. Anlässlich des 25. Novembers 2015, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, ruft das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ bundesweit zu der Aktion „Wir brechen das Schweigen“ auf. Ziel der Aktion ist es, das bundesweite Hilfetelefon bekannt zu machen. Seit 2013 besteht diese Einrichtung als Ergänzung zu den Fachberatungsstellen und Frauenhäusern der Regionen.

Als erstes bundesweites Angebot ist das Hilfetelefon an 365 Tagen im Jahr, rund um die Uhr unter der Rufnummer 08000 116 016 und über die Online-Beratung unter www.hilfetelefon.de erreichbar. Anonym, kostenlos, barrierefrei und in 15 Sprachen. Die Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Unna unterstützen die Aktion, um auf diese Hilfemöglichkeit hinzuweisen und um Frauen Mut zu machen, sich dort oder von den Fachberatungsstellen beraten zulassen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.