UKBS fasst 40 Millionen an und will 200 neue Wohnungen neu bauen

von Egbert Teimann

Kreis Unna. Die Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft (UKBS) macht jetzt „Nägel mit Köpfen“. Mit aller Macht will das kommunale Unternehmen der aktuellen Wohnungsnot zu Leibe rücken und in möglichst kurzer Zeit weiteren bezahlbaren Wohnraum für alle schaffen. Dazu sollen rund 200 Wohnungseinheiten aus dem Boden gestampft werden. Zu dem Vorschlag von Geschäftsführer Matthias Fischer gab der Aufsichtsrat in seiner jüngsten Sitzung im Hotel Katharinenhof in Unna uneingeschränkt „grünes Licht“.

UKBS-Geschäftsführer Matthias Fischer: Klares Signal an die Gesellschafter. - Foto: UKBS

UKBS-Geschäftsführer Matthias Fischer: Klares Signal an die Gesellschafter. – Foto: UKBS

Matthias Fischer selbst wertet den Beschluss des Aufsichtsgremiums als ein „Signal an die Gesellschafter, entsprechende Grundstücke zur Verfügung zu stellen oder aber zu benennen“. Der Ruf nach neuem Wohnraum werde immer lauter, betonte auch Aufsichtsratsvorsitzender Theodor Rieke. Er verwies darauf, dass man kaum Leerstände habe, aber eine ungeteilt große Nachfrage nach bezahlbaren Mietwohnungen herrsche.

Nach Mitteilung von Geschäftsführer Matthias Fischer wird die UKBS für dieses Vorhaben „tief in die Tasche greifen“. Immerhin bezifferte er die Gesamtinvestition auf 35 bis 40 Millionen Euro. Bei den Neubauten sollen moderne Gesichtspunkte nicht zu kurz kommen, auch sollen energetische Aspekte vollauf berücksichtigt werden. Es sei jedoch daran gedacht, bei der Architektur, dem Zuschnitt der Wohnungen und den Einrichtungen mit einem „Wiederholungsfaktor“ zu arbeiten, um somit zu sparen und die Kosten beherrschbar zu halten.

Mit dieser „Herkulesaufgabe“ nimmt die UKBS allerdings in Kauf, dass das wirtschaftliche Ergebnis für die nächsten Jahre zurückgehen kann. „Ausschüttungen bis zu 24 Prozent an die Gesellschafter wird es dann voraussichtlich in den nächsten Jahren nicht mehr geben“, hebt Fischer vorausschauend den Zeigefinger. Allerdings ist er überzeugt, dass sich diese Investition langfristig auszahlt und von Vorteil ist für den angespannten Wohnungsmarkt, für die Menschen in der Region, für die beteiligten Städte und Gemeinden und auch für das kommunale Unternehmen selbst.

Beitragsbild: Gaben die Initialzündung für 200 neue Wohnungen: UKBS-Geschäftsführer Matthias Fischer und sein Aufsichtsratsvorsitzender Theo Rieke. – Foto: UKBS

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.