9. November 2015 Gedenken am Mahnmal – zum 77. Mal jährt sich das braune Novemberpogrom

Unna. Nein, es ist nicht nur das Datum des Mauerfalls, ausdrücklich wurde der 9. November eines jeden Jahre nicht gewählt, um an deutsch-deutsche Einheitsglückseligkeit zu erinnern; dafür gab’s den 3. Oktober. Am 9. November jährt sich vielmehr zum 77. Mal der Tag, der heute als Novemberpogrom von 1938 gekennzeichnet ist; als die braune Brut zur “Reichskristallnacht” aufrief und die Hatz auf Minderheiten – ausdrücklich auf Deutsche jüdischer Konfession freigab.

Aus diesem Anlass wird der Bürgermeister Werner Kolter zur Erinnerung und Mahnung am Denkmal für die jüdischen Opfer des Naziregimes in Unna (Beethovenring/Ecke Massener Straße) am Montag, 9. November 2015, um 18 Uhr für die Kreisstadt Unna einen Kranz niederlegen. Zu der Gedenkveranstaltung sind alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen.

Im Anschluss an die Kranzniederlegung lädt der Freundeskreis der jüdischen Gemeinde für den Kreis Unna zu einer Veranstaltung in das Zentrum für Information und Bildung ein. Im Rahmen der Veranstaltung wird die Rabbinerin Natalia Verzhbovska einen Vortrag zum Thema “Liberales Judentum” halten. Musikalisch wird der Abend von Gisela Habekost, Heinz Bischoff und Lars Umanski begleitet.

Ach, ich bin mal gespannt, ob an diesem Montag auch wieder pegidiotisch gehetzt werden wird, oder ob in Dresden selbst unter den besorgten Bürgerinnen und Bürgern so viel Anstand herrscht, dass sie eine Atempause einlegen, mit ihrem xenophoben Flachsinn.

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