Kirmes – Eröffnung, schöne Gespräche und eine Partie Scrabbel über 14.465,53 Kilometer Distanz

Unna. Mit Behagen sehe ich von Ferne, dass aller Voraussicht die Kirmes – Beschicker in Unna nicht viel Grund zu klagen haben werden, es sei denn, sie müssten zu aller Überraschung mal über das nahezu perfekte Kirmes – Wetter ächzen. Bereits am Eröffnungsfreitag genossen wir die witterungsbedingte und die übliche Wärme der gastfreundlichen Innenstadt. Vize-Bürgermeisterin Renate Nick eröffnete das Treiben rund ums Rathaus, ihr Enkelsohn lauschte andächtig zu ihren Füßen sitzend, was die jugendliche Oma zu sagen hatte. Wie immer umsorgten die Mitarbeiterinnen des Stadtmarketings die Eröffnungsgäste und alle emsigen Kollegen des Teams um Chef Horst Bresan nahmen freundlich lächelnd das Lob für die perfekte Vorbereitung aus bürgermeisterlichem Munde entgegen.

Helen scrabblet über eine Entfernung von 14.465,53 Kilometer.

Helen scrabblet über eine Entfernung von 14.465,53 Kilometer.

Viele alte Mitstreiter waren zu begrüßen, Spaß machten Gespräche mit Björn Merkord, der dann aber mit Ehefrau Suse (wir haben doch tatsächlich eine Zeit lang zusammen Zeitung gemacht) nebst Töchterchen aufbrach. Und dann kehrte auch ich wieder zum Kreis zurück, den ich verließ, weil die Eröffnungsaktualität dies Eröffnungsfreitags mich ablenkte. Helen, Alison, Rainer und Jürgen hatten inzwischen gespeist. Und ich widmete mich wieder der interessantesten Story des Tages: Helen Menzies-Eßkuchens Dauer-Scrabble mit ihrem alten Schulfreund Eric Scott (wie extrem passend dieser Name für einen Schotten).

Der lebt aber nicht mehr in den Highlands, sondern im fernen Australien. Und da spielte er mit zehn Stunden Zeitverschiebung die Buchstabensuppe mit der Freundin aus Schulzeiten. Und Helen, mittlerweile ziemlich polyglott – neben dem Keltischen, Britannischen, Deutschen sind ihr längst Italienisch und Polnisch recht zungenfertig geworden – versuchte Eric mit “Pivo” (polnisch Bier) ein neues Wort zu scrabbeln. Klappte aber nicht, weil das Programm, das beide für ihre sprachliche Fern-Beziehung nutzen, polnische Begriffe nicht akzeptiert. “Versuch’s doch mal mit Pivot”, schlug ich vorlaut vor. (Anmerkung: Kommt aus dem Französischen, heißt Dreh- und Angelpunkt und wird beim Basketball genutzt, um eine Abwehrbewegung zu beschreiben, bei der ein Fuß zwingend am Boden bleiben muss und der Spieler sich vor Zugriffen des Gegners weg dreht). “Das geht”, lachte Helen und wartete geduldig auf Erics neuen Zug.

So habe ich auch mal über eine Luftlinienentfernung von 14.465,53 Kilometern gescrabblet. Dem Internet sei Dank.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.