Dietmar Köster und seine Busbesatzung demonstrierten mit 250.000 in Berlin für fairen Welthandel ohne TTIP und CETA

Aber stets die Europa-Fahne im Griff und die Interessen dieses Europa im Blick: Dietmar Köster unter den 250.000, die in Berlin für fairen Welthandel ohne TTIP und CETA demonstrierten. - Fotos zur Verfügung gestellt vom Büro Köster

Aber stets die Europa-Fahne im Griff und die Interessen dieses Europa im Blick: Dietmar Köster unter den 250.000, die in Berlin für fairen Welthandel ohne TTIP und CETA demonstrierten. – Fotos zur Verfügung gestellt vom Büro Köster

Kreis Unna/Berlin. 50 der rund 250.000 Demonstranten für einen fairen Welthandel, unbeeinflusst von TTIP und CETA und transatlantischen Konzerninteressen, hatte Dietmar Köster, der regionale Europaabgeordnete der SPD via Bus aus Dortmund und Münster in die Hauptstadt gebracht. Sie füllten die Fan-Meile fast, als wäre die Nationalelf bereits Europameister, färbten die Stadt bunt ein und manifestierten allein schon durch ihre erstaunliche Menge, dass die Anliegen der Menschen ernst genommen werden müssen, wenn sie sich gegen geheim verhandelte und als Verschlusssachen behandelte paneuropäische Interessen beeinflussende Freihandelsabkommen zur Wehr setzen.

Einschub: Allen, die glauben, dass der freie Handel mit den USA und Canada erst nach Abschluss der Abkommen mit den Reiznamen erst möglich sein werde, seien gefragt, was denn in der Vergangenheit so zwischen Europa und den beiden Partnern jenseits des Atlantik vor sich ging. Unfreier Handel? Gar kein Handel? Mexico hat da so seine Erfahrungen. Es schloss 1994 das “NAFTA” mit den USA Canada ab. Was heute das mexicanische Nord-Süd-Gefälle verstärkt hat und die Schere zwischen Arm und Reich weiter klaffen lässt. Und die Wanderungsbewegung aus Mexico nach Nordamerika flaute erst dann ab, als in den USA die Nachfrage nach Arbeitskräften im Billigstlohnbereich nachließ.

Dietmar Köster ist entschiedener Gegner der beiden Abkommen in der aktuell verhandelten Form – und ihrer geheim ausgehandelten Art und Weise. Im Vorfeld der Großdemonstration hatte er sich auch im Kreis Unna zu verschiedener Gelegenheit positioniert. „Es ist wichtig, den außerparlamentarischen Druck zu erhöhen. TTIP und CETA drohen nicht nur die Demokratie durch außergerichtliche Schiedsverfahren zu gefährden, es stellen sich auch viele Fragen hinsichtlich des Verbraucher-, Arbeits- und Gesundheitsschutzes sowie zu den Sozial- und Umweltstandards“, stellte Dietmar Köster unlängst fest. Und: „Die Kommunen werden mit dem Abkommen einem allgemeinen Liberalisierungsdruck unterworfen, der weitere Privatisierungen der öffentlichen Daseinsvorsorge nicht ausschließt. Die Kommunen dürfen ihre Handlungsfähigkeit nicht verlieren, daher muss die grundgesetzlich geschützte Daseinsvorsorge eindeutig vor TTIP und CETA ausgenommen werden.“

Nach einem anstrengenden Tag in der Hauptstadt sammelte sich die Reisegruppe zum gemeinsamen Erinnerungsfoto. Die Region bezieht sichtbar Stellung.

Nach einem anstrengenden Tag in der Hauptstadt sammelte sich die Reisegruppe zum gemeinsamen Erinnerungsfoto. Die Region bezieht sichtbar Stellung.

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