Glaube.Liebe.Leichenschau: Die Recherchen für Mord am Hellweg-Krimiband laufen

Unna. Glaube.Liebe.Leichenschau: Krimiautoren recherchieren für den neuen, achten „Mord am Hellweg“-Band (2016). Mit (fiktiven) Auftragsmorden beauftragt wurden: Bernhard Aichner, Sebastian Fitzek, Elisabeth Herrmann, Gisa Pauly, Arno Strobel, Su Turhan u.v.m..

Sie sind mit Notizblöcken, Kameras, gefährlichen Ideen und knallharten Fragen bewaffnet: 23 Autorinnen und Autoren recherchieren ab diesem Herbst bis ins neue Jahr hinein in der Hellwegregion und suchen den perfekten Tatort. Vielleicht auch einen nicht ganz so perfekten. Oder gleich mehrere? Was dabei herauskommen wird, kann man im Herbst 2016 nachlesen, denn natürlich erscheint im kommenden Jahr begleitend zu Europas größtem internationalen Krimifestival wieder ein „Mord am Hellweg“-Krimiband.

Für die achte Ausgabe hat die Festivalleitung erneut namhafte deutschsprachige Autorinnen und Autoren verpflichten können, eine exklusive Auftragsgeschichte für Mord am Hellweg zu schreiben. So recherchierten bereits im September für ihre Krimikurzgeschichte die mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnete Bielefelderin Mechtild Borrmann („Wer das Schweigen bricht“) in Hamm und das Bestseller-Duo Fräulein Krise und Fräulein Freitag („Gangster in der Aula“), die für ihre humorvollen Krimis im Schulmilieu bekannt sind, in Bergkamen. Jüngst kam aus Österreich Georg Haderer nach Kamen und Mitte des Monats reist Krimiautor Su Turhan für seine Recherche nach Dortmund. Seine Reihe um „Kommissar Pascha“ wird zurzeit von der ARD verfilmt.

In den kommenden Wochen und Monaten geht es dann Schlag auf Schlag: Für die Stadt Unna verfasst kein Geringerer als Bestsellerautor Sebastian Fitzek („Passagier 23“) einen Kurzkrimi. Die Festivalleitung freut sich außerdem über Zusagen von Bernhard Aichner, der für den Kreis Unna schreibt, Christa von Bernuth (Herdecke), Horst Eckert (Hagen), Jürgen Ehlers (Lünen), Sascha Gutzeit (ExtraFahrt mit dem Hellweg Crime Express), Kathrin Heinrichs (Soest), Carsten Sebastian Henn (Bad Sassendorf), Elisabeth Herrmann (Ahlen), Susanne Kliem (Bönen), Ria Klug (Wickede (Ruhr)), Judith Merchant (Oelde), Gisa Pauly (Holzwickede), Theresa Prammer (Fröndenberg/Ruhr), Till Raether (Schwerte), Jörg Steinleitner (Lüdenscheid), Arno Strobel (Gelsenkirchen), Matthias Wittekindt (Witten) und Rainer Wittkamp (Iserlohn).

Glaube. Liebe. Leichenschau – diese drei Schlagwörter werden die Autorinnen und Autoren während ihrer Recherche begleiten. Denn so lautet der Arbeitstitel des „Mord am Hellweg“-Krimibandes, wenngleich die Themen offen gehalten werden. So kann Glaube religiös verstanden und mit Gotteshäusern und Religionen assoziiert werden, doch auch der Glaube an einen Menschen, Obsessionen oder der Irr- bzw. Aberglaube könnten mögliche Ansätze sein. Dass Liebe und Glaube unzählige Facetten haben, ist ohnehin unstrittig.

Hier öffnet sich ein weites Feld. Die Leichenschau ist als Kontrapunkt zu verstehen. In der Bibelstelle im ersten Korintherbrief heißt es zwar „Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe …“ Und auch auf Ödön von Horvaths Theaterstück „Glaube, Liebe, Hoffnung“ spielt der Titel zweifelsohne an. Doch Hoffnung erweist sich in Krimigeschichten nicht selten als Trugschluss. Was von Glaube und Liebe bleibt, ist (leider) oft nur der kalte Obduktionstisch …

Was die beteiligten Autorinnen und Autoren aus diesen Vorgaben machen, erfährt der Leser in einem knappen Jahr. Traditionell wird die Anthologie in Anwesenheit der HerausgeberInnen und einiger beteiligter AutorInnen mit einer Veranstaltung am Montag nach dem Auftakt (19. September 2016) in Hamm vorgestellt. Außerdem wird jeder Autor im Festivalzeitraum (17. September bis 12. November 2016) zu einer Lesung in die Stadt eingeladen, in der seine Geschichte spielt.

Die Mord am Hellweg-Krimibände sind eine Erfolgsgeschichte für sich. Von Beginn an waren sie ein wichtiger Bestandteil des Festivals (die bisherige Gesamtauflage liegt bei rund 70.000). Die Bände begeistern viele Fans alle zwei Jahre mit ihren exklusiven Krimigeschichten, die an ihnen bekannten Orten spielen. Die Anthologie wird vom Westfälischen Literaturbüro in Unna e.V. (Herbert Knorr) und dem Bereich Kultur der Kreisstadt Unna (Sigrun Krauß) gemeinsam mit dem Kriminalschriftsteller Reinhard Jahn (H. P. Karr) lektoriert und herausgegeben. Der Band erscheint im Spätsommer 2016 im Grafit-Verlag, Dortmund.

Weitere Informationen: Kreisstadt Unna, Bereich Kultur, Sigrun Krauß, Tel: (02303) 10 37 20. Sigrun.Krauss@stadt-unna.de oder Westfälisches Literaturbüro in Unna e.V., Tel: (02303) 963850 oder post@wlb.de.

Beitragsbild: Mord am Hellweg, das ist in jeder Darbietungsform ein Publikumsmagnet, ob es Lesungen oder herausgebene Bücher sind. – Foto: Stadt Unna

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.