Almost Daily Soap: Nun nimmt ein ordnender Pirat die Stadtgestaltung in Hand, wie beruhigend

Unna. War doch klar, es konnte nur eine Frage der Zeit bleiben, bis die nächste Folge einer piratesken Daily Soap sich aufdrängen würde. Pirat Christoph Tetzner ist anscheinend aus der Sommerpause erstanden und beginnt auf der Stelle mit den Aufräumarbeiten dessen, was die Verantwortlichen in der Stadt offenbar in den zurückliegenden Jahrzehnten nicht auf die Beine kriegten. „Ein Ende der Stümperei und der Flickschusterei.“ Mit dieser Kernforderung geht die städteplanerische Letztinstanz entschlossen ans innenstädtische Thema. Alles müsse überplant werden bis hin zu einem “sinnstiftenden” Parkraumkonzept, dessen aktuelle “Vielfalt” ihm auch ein Dorn im Auge zu sein scheint. Und damit er sich schon mal fachmenschlichen Applaus sichert, bekränzt er schon mal vorab Unnas Architekten mit gehörigem Lorbeer, dass man ihre (übrigens unstrittige) Expertenschaft auf dem Wege eines lukrativ ausgestatteten Planungswettbewerbes nutze.

Nun mal vorab: An vielen Punkten ist Unna Fußgängerzone – inzwischen einigermaßen angejahrt – verbesserungswürdig. In manchen Bereichen hat sicher auch weit über die röhrensichtige Pflasterschelte hinaus das Gesamtkonzept des Unnaer Stadtkerns eine Auffrischung nötig: Schließlich wird eine Stadt nie fertig.

Aber wie gut, dass wir ja Christoph Tetzner haben: Der erkennt messerscharf, dass durch die Verfehlungen der Vergangenheit nichts zusammenpasse, alles wild durcheinander gewürfelt sei. Und folgerichtig muss er nun das Ruder rumreißen und dem “Zufallsprodukt aus Flickschusterei” seine heilenden Hände aufs agonische Gemüt legen. Und das – mit dem Arbeitskreis Fußgängerzone – ein für alle Mal. So, nun weiß der Arbeitskreis durch den windgegerbten Piraten, wo es lang gehen muss.

Und damit alle Beteiligten der Vergangenheit beginnend bei Karl Brunne weiter zu Peter Schickert über Karl-Heinrich Lindemann und Martin zur Nedden (immerhin später Stadtplaner in Leipzig und heute Institutsleiter des DIFU in Berlin) bis heute zu Ralf Kampmann auch erfahren, was sie alles so versäumten: Ein durchdachtes Konzept fehle bis heute. Nun, da es ja den Fraktionsvorsitzenden der Piraten gibt, der die Mängelverwaltung entschlossen in ordnenden Hände nimmt, werde aber der Wendepunkt zum Kurswechsel auf ein Ende des “Zufallsflickwerks” in Sicht.

1 comment for “Almost Daily Soap: Nun nimmt ein ordnender Pirat die Stadtgestaltung in Hand, wie beruhigend

  1. Hanno
    8. Oktober 2015 at 18:48

    Ha Ha. Der Profilneurotiker hat wieder zugeschlagen. Alle sind doof, nur der Pirat ist schlau. Die Stadt kommt erst nach 2014 vorwärts, als der Pirat zufällig in den Stadtrat gestolpert ist.

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