Oliver Kaczmarek ludt ein: Erde aus heimischen Kleingärten lässt Kunstprjekt wachsen in Berlin

Kreis Unna/Berlin. Dieses Mal hatte die Besuchergruppe, die auf Einladung des heimischen SPD-Bundestagsabgeordneten Oliver Kaczmarek zu Gast in Berlin war, einen besonderen Auftrag. Die Gesellschaft von fast 50 Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern aus dem Kreis Unna brachte einen Sack Erde aus dem Wahlkreis des Abgeordneten mit nach Berlin. „Die Erde ist heute Teil eines Kunstprojektes im Deutschen Bundestag geworden“, erläutert Oliver Kaczmarek.

„Wir Abgeordneten haben die Möglichkeit Erde aus unseren Wahlkreisen im Innenhof des Reichstagsgebäudes zu verteilen. Für mich ist das ein schönes Symbol, um zu verdeutlichen, dass die Wahlkreise hier im Parlament vertreten sind. Ich habe mich bewusst für die Kleingärtner als Überbringer der Erde entschieden, denn sie kultivieren und pflegen die Erde und sind gute Botschafter meines Wahlkreises.“ Oliver Kaczmarek besucht regelmäßig die Kleingartenanlagen in seinem Wahlkreis und nimmt an Festen und Prämierungen teil, wo die Idee für den Besuch in Berlin entstand.

Hintergrund der Aktion ist das Kunstprojekt „Der Bevölkerung“ von Hans Haacke. Das Kunstprojekt wurde 2000 begonnen und befindet sich im nördlichen Innenhof des Reichstagsgebäudes. Der Künstler hat in einem weiträumigen Behältnis den von innen beleuchteten Schriftzug „Der Bevölkerung“ als Ergänzung zur Inschrift des Eingangsportals „Dem Deutschen Volke“ installiert. Bundestagsabgeordnete sind eingeladen, Erde aus ihren Wahlkreisen um die Buchstaben zu streuen. Hans Haacke verdeutlicht mit seiner Arbeit, dass die Beschlüsse des Parlaments die gesamte Bevölkerung ungeachtet ihrer Staatsangehörigkeit betreffen. Das Zusammentragen der Erde symbolisiert zum einen Gleichheit und solidarisches Handeln und zum anderen weist es auf die ökologische Verantwortung des Menschen hin. Die Vermischung der Erde aus allen Wahlkreisen zeigt die Zusammengehörigkeit aller Regionen.

Natürlich standen für die Besuchergruppe noch weitere Punkte auf dem Programm der drei tägigen politischen Bildungsfahrt, die vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung organisiert wurde: Ein Gespräch mit Oliver Kaczmarek im Deutschen Bundestag, eine politische Stadtrundfahrt durch Berlin, ein Besuch der Ausstellung „Alltag in der DDR“ und ein Gespräch im Bundesumweltministerium.

Beeindruckend schilderte der Museumsführer durch die ausgedehnten Räume, Martin Ehlert, die perfide Systematik, mit der im ehemaligen Untersuchungsgefängnis der Stasi die Häftlinge psychisch und physisch gefoltert wurden.

Beeindruckend schilderte der Museumsführer durch die ausgedehnten Räume, Martin Ehlert, die perfide Systematik, mit der im ehemaligen Untersuchungsgefängnis der Stasi die Häftlinge psychisch und physisch gefoltert wurden.


Gleich am ersten Tag erlebten die Besucher mit der Führung durch die Gedenkstätte in Hohenschönhausen den Höhepunkt der Visite in der Hauptstadt. Auch 25 Jahre nach dem Ende der DDR wirken die Eindrücke aus der Untersuchungshaftanstalt der Stasi ungeheuerlich.

Treppenwitz der Geschichte und Beleg für die realitätsfern-blöde Hirnsituation der DDR-Nomenklatura: Stasi-Häuptling Erich Mielke war nach der Wende selbst in seinem Knast inhaftiert. Er beklagte bitterlich gegenüber den Westbehörden, wie unwürdig die Zustände dort seien.

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