KlarSicht – Ein Parcours zur Aufklärung über den Umgang mit Suff und Qualm

Trinkbar - spielerisch und heiter konnten hier Teilnehmerinnen und Teilnehmer abmessen, was sie zu sich nähmen, wenn sie einfach drauflos trinken. - Foto: BZgA

Trinkbar – spielerisch und heiter konnten hier Teilnehmerinnen und Teilnehmer abmessen, was sie zu sich nähmen, wenn sie einfach drauflos trinken. – Foto: BZgA

Unna. Der Mitmach-Parcours KlarSicht der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gibt Jugendlichen die Gelegenheit, sich mit den Themen Alkohol- und Tabakkonsum auseinanderzusetzen. Vom 24. bis zum 25. September 2015 machte der BZgA-Parcours Station in der Aula des Hellweg Berufskollegs in Unna.

Die Repräsentativerhebung “Alkoholsurvey 2014” der BZgA belegt, dass sich etwa 15 Prozent der Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren mindestens einmal im Monat in einen Rausch trinken. Zur Förderung einer gut informierten, kritischen Haltung zu Alkohol und Tabak tourt die BZgA mit ihrem Parcours durch Deutschland. KlarSicht richtet sich an Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren.

Das Konzept des KlarSicht-MitmachParcours erläuterte Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: “Der Mitmach-Parcours der BZgA ist ein auf Jugendliche zugeschnittenes Präventionsangebot. Schülerinnen und Schüler werden an den Lernstationen des Parcours selbst aktiv und setzen sich in Rollenspielen und Diskussionen mit den Themen Alkohol und Tabak auseinander. So lernen sie gleichzeitig, ihr eigenes Konsumverhalten zu reflektieren.”

In Unna trafen insgesamt ca. 300 Schüler und Schülerinnen des Hellweg Berufskollegs Unna auf die Moderatoren des Parcours. Diese erläuterten den Jugendlichen die Aktionen an den einzelnen Stationen und kamen mit Ihnen zu den Themen Rauchen und Alkohol ins Gespräch.

Ein Highlight unter den sieben Stationen des Parcours ist der sogenannte „Drunk-Buster“. Eine „Rauschbrille“, die einen Promillewert von etwa 1,3 bis 1,5 simuliert. Unter anderem sollen die Jugendlichen damit eine gestrichelte Linie entlang gehen – oder es vielmehr versuchen, denn kaum ein Schritt trifft die Linie. Klar im Kopf, aber betrunken im Blick. Eine Erfahrung, die nachhaltiger ist, als jeder eindringliche Vortrag.

Ziel ist es, riskanten Alkoholkonsum zu vermeiden. Unvernebelt ist die Aussage beim Tabak: Nichtrauchen ist gesund und clever.

An der „Talkshow“-Station wurden in der Gruppe Geschichten entwickelt, in denen es um Probleme geht, die im Umgang mit Alkohol oder Tabak entstehen können – erfundene und erlebte, anonym erzählt. Gemeinsam wurde überlegt, wie die auftretenden Probleme hätten verhindert werden können beziehungsweise wo Betroffene Hilfe finden.

Bei der Station „Images“ setzen sich die Jugendlichen mit den Werbeversprechen der Alkohol- und Tabak-Industrie auseinander. Sie lernen so, die Versprechen zu analysieren und zu durchschauen. Und wer nach dem Parcours noch Wissensdurst hat, kann sich am Info-Kiosk mit Lesestoff eindecken.

Den Parcours durchliefen die Jugendlichen in kleinen Gruppen. Am „Tor der Entscheidung“ wurde ihnen zum Einstieg eine Frage zu Alkohol und Rauchen gestellt. Nach Abschluss des Parcours beantworteten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen die gleiche Frage noch einmal. Die Einschätzungen vor und nach Absolvieren des Parcours konnten dann direkt miteinander verglichen werden.

Beitragsbild: Beim Drunkbuster konnte jeder live und nüchtern erleben, wie er sich real bei über einem Promille Alkoholgehalt benimmt. – Foto: BZgA

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