Werner Kolter für seine dritte Amtszeit wiedergewählt

Unna. Die Wahl ist vorüber. Werner Kolter wurde mit 25,48 Prozent Wahlbeteiligung und 83,47 persönlicher Zustimmung als Unnas Bürgermeister wiedergewählt. So schnell ging es noch nie, bis das vorläufige amtliche Endergebnis feststand, das 1. Beigeordneter Karl-Gustav Mölle als örtlicher Wahlleiter bekannt gab.

Ein wenig verhagelt wirkte Werner Kolters Miene schon, als die Wahlbeteiligung am Ende bei 25,48 Prozent stehen blieb. Auch ein erfahrener und kenntnisreicher Kommunalpolitiker wie er muss sich erst an solche Zahlen gewöhnen. Miesbach/Oberbayern, 25,2 Prozent Wahlbeteiligung, Gmund am Tegernsee, 36,4 Prozent, Künzing/Niederbayern, 35 Prozent, Untergriesbach/Niederbayern 27,9 Prozent, kleine Städte, aber für Bayern sind die schon was – aus Unna macht man da noch drei große kreisangehörige Städte. Und zugegeben, wo es dort richtig brummt, gehen die Beteiligungen auch mal über die 70 Prozent.

Aber eines ist nicht von der Hand zu weisen: Ein Kandidat, der in seinem Werben um Wählerstimmen mangels Gegenkandidatur(en) allein unterhaltend durch eine Kampagne muss, dem fehlt zwangsläufig ein wenig der von Streitkultur geprägte Unterhaltungswert. Das hatte Werner Kolter mehrfach bedauert, seit Beginn des Wahlkampfes. Und die eigentümliche Begleitmusik, die schnell den Eindruck hinterließ, es sei es seine Verantwortung, dass nur er antrat, tat ein Übriges.

Gar putzig wird es, wenn ganz Schlaue räsonierten, es sei ja DDR-mäßig und keine Wahl (so geschehen in einem Wahllokal gestern). Na nehmen wir zu seinen Gunsten an, dass er da keinerlei einschlägige Erfahrung hatte.

Und es war eine Wahl – Punkt. Sie blieb wegen der Kandidatur-Allergie anderer Parteien ohne personelle Auswahl, aber sie war demokratisch – Punkt. Ja, und es gab auch die in Unna, die gegen eine weitere Amtszeit von Werner Kolter stimmten.

Ach, und da finde ich denn doch noch ein Haar in der Suppe. Den ganzen Abend war ich in der Bürgerhalle und freute mich über eine Begegnung ganz besonders. Albert Hartmann schaute vorbei und mein grüner Freund und ich versprachen uns, dass wir uns auch zukünftig sähen. Ansonsten war die Masse grüner Ratsmitglieder (ich weiß, Albert ist keine mehr), also grüner Prominenz mit überschaubar nur unzureichend beschrieben. Sie waren einfach nicht da. Ebenso wie viele andere aus dem Rat und bekannte Gesichter aus der Parteienlandschaft. Letztere kann ich ja noch verstehen, schließlich lockte ein Tatort. Aber da Fehlen manchen Ratsmigliedes ist respektlos gewesen – oder waren alle zufällig in Urlaub?

Beitragsbild: SPD-Vorsitzender Volker König gratuliert seinem Freund Werner Kolter zur Wiederwahl. – Foto: Rudi Bernhardt

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