BUND ist der Meinung: Alle Regionalflughäfen sind überflüssig

Unna-Massen. Na, da spricht aber einer vielen in Unna und vor allem in Massen aus dem Herzen. Der Luftverkehrsexperte des BUND ist der Ansicht, dass man auf kleinere Flughäfen wie z.B. Weeze, Paderborn oder Münster-Osnabrück getrost verzichten könne.

Bundesweit würden sechs Flughäfen 85 Prozent des Flugverkehrs abwickeln, erklärte Werner Reh auf WDR 2. Es seien Überkapazitäten aufgebaut worden, die sich gegenseitig kannibalisieren. Und: Vielfach würde die öffentliche Hand “Flughäfen subventionieren, die langfristig wirtschaftlich keine Tragfähigkeit haben und die auch keinen echten Beitrag zur regionalen Ökonomie leisten”. BUND und Reh sagen adé – zu Regionalflughäfen.

Ganz im Sinne vieler Massener und der Schutzgemeinschaft Fluglärm, die schon seit Jahrzehnten hartnäckig Widerstand gegen den Flughafen Dortmund leisten. Der stieg unlängst schon in die 2. Liga ab, treibt aber immer noch die weitere Verlängerung der Start- und Landebahn voran.

Eilends allerdings wehrte sich die Geschäftsführung des Flughafens Köln-Bonn dagegen, die Entlastungsfunktionen der Regionalflughäfen zu unterschätzen. Selbst die Landes-GRÜNEN blieben hochmoderat angesichts des Konzeptes aus der BUND-Feder. Es stimme zwar, dass alle Regionalflughäfen defizitär seien und die jeweiligen Städte eigentlich auf der anderen Seite viel Geld für andere Notwendigkeiten auszugeben hätten, aber ob die Plätze dort überflüssig seien, müssten letztlich die Reisenden entscheiden, die von diesen Flughäfen fliegen. Okay, Abstimmung mit den Füßen, ist auch eine Form von Basisentscheid.

Flughafen Dortmund: 1,9 Millionen Passagiere, 32.000 Starts und Landungen,1.100 Beschäftigte; Internationaler Flughafen Münster-Osnabrück: 900.000 Passagiere
35.000 Starts und Landungen.

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