Werkstatt im Kreis Unna startet Projekt „Starke Jugend – zukunftsfähiges Quartier“

Kreis Unna. „Die eigene Zukunft in die Hand nehmen und den Teufelskreis von persönlichen Problemen, Arbeitslosigkeit und Armut durchbrechen“, so fasst Lisa Hielscher das Ziel des neuen Projektes „Starke Jugend – zukunftsfähiges Quartier“ der Werkstatt im Kreis Unna zusammen. Die Diplom-Psychologin ist gemeinsam mit der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Lydia Kopp und Diplom-Sozialarbeiter Benjamin Seifert die Ansprechpartnerin für junge Erwachsene, die in Unna Königsborn leben, nach einer beruflichen Perspektive suchen oder schon an einer beruflichen oder berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme teilnehmen.

„Wir wollen die Jugendlichen stark machen, damit sie für sich eine persönliche Perspektive entwickeln, die ihnen hilft, beruflich und gesellschaftlich Fuß zu fassen“, erklärt Lydia Kopp. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass junge Menschen mit psychosozialen Problemen diesen Schritt oft nicht alleine gehen können. Ganz bewusst wendet sich das Hilfsangebot an Jugendliche im Wohnquartier, denn dort ist es eingebunden in das Fachkräftenetzwerk Unna Königsborn. Die Experten entwickeln ein Konzept, das die psychosozialen Belastungen der Betroffenen mindern hilft. „Je nach Bedarf sind verschiedene, genau auf die Bedürfnisse der jungen Menschen abgestimmte Hilfsangebote geplant“, sagt Benjamin Seifert.

Das können Einzel- und Gruppengespräche aber auch Seminare zur Stressbewältigung oder zur Gewalt- und Aggressionsprävention sein. Zudem gibt es praktische Unterstützung und Beratung für Fachkräfte in der Berufsbildung und im Hilfenetzwerk.

Das Projekt „Starke Jugend – zukunftsfähiges Quartier“ wird aus dem NRW-Landesprogramm „NRW hält zusammen – für ein Leben ohne Armut und Ausgrenzung“ gefördert, das die Teilhabechancen von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien in benachteiligten Quartieren verbessern soll. Um das Vorhaben zu realisieren, arbeitet die Werkstatt im Kreis Unna eng mit dem Jobcenter Kreis Unna und dem Jugendamt der Kreisstadt Unna zusammen. Das Netzwerk Königsborn bietet als Kooperationsplattform vielfältige Vernetzungsmöglichkeiten. Kurzum: Das Projekt „Starke Jugend – zukunftsfähiges Quartier“ ist ein weiterer Baustein, um die Teilhabechancen für die jungen Erwachsenen zu verbessern.

Bei weiteren Fragen steht Ihnen Marion Velikonja, Abteilungsleiterin bei der Werkstatt im Kreis Unna, unter der Telefonnummer 02303 2805-128, zur Verfügung.

Zum Hintergrund:

Die Werkstatt im Kreis Unna ist einer der größten Ausbildungsbetriebe der Region: Etwa 140 Stellen in 16 Berufen bietet das Unternehmen. Die Absolventen sind, auch durch die enge Kooperation mit der heimischen Wirtschaft, gefragte Nachwuchskräfte. Hier spiegelt sich die gute und enge Zusammenarbeit mit ortsansässigen Betrieben wider. Die Werkstatt im Kreis Unna beschäftigt, qualifiziert und unterstützt seit mehr als 30 Jahren benachteiligte Menschen in Unna und Umgebung.

Gefördert werden diese Ausbildungen durch die Bundesagentur für Arbeit und das Jobcenter Kreis Unna. Die außerbetriebliche Ausbildung gibt Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Chance, einen anerkannten Beruf zu erlernen und den Weg ins Arbeitsleben zu finden. Ortsansässige Betriebe im Kreis Unna verschiedener Branchen sind die Kooperationspartner. Im Rahmen eines Vertrages zwischen der Werkstatt im Kreis Unna als Ausbildungsbetrieb, dem Kooperationspartner Betrieb und dem Auszubildenden wird der Ausbildungsverlauf verbindlich festgelegt. Die Dauer liegt je nach Beruf zwischen zwei und dreieinhalb Jahren.

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