Bauminister Mike Groschek war begeistert von der Arbeit in der Berliner Allee

Die erfolgreiche Arbeit des Quartiesbüros wurde von hier gesteuert.  Mike Groschek will sich vor Ort informieren. - Foto: Stadt Unna

Die erfolgreiche Arbeit des Quartiesbüros wurde von hier gesteuert. Mike Groschek informierte sich vor Ort . – Foto: Stadt Unna

Unna-Königsborn. Das war ein hoher Besuch: Landesbauminister Michael Groschek informierte sich über das Quartiersprojekt „Zukunft Berliner Allee“. Fast jede Stadt hat ein solches Quartier – in den 1960er, 1970er Jahren wurde hoch gebaut, um vielen Menschen Wohnraum bieten zu können. Heute sind die Wohnblocks aus dieser Zeit problematisch – zumal, wenn nicht in einem Top-Zustand.

Das groß angelegte Projekt „Zukunft Berliner Allee“ will das Viertel, in dem immerhin 4 500 Menschen leben, deutlich aufwerten und die sozialen Probleme da anpacken, wo sie greifbar sind – im Viertel selbst. „Die Menschen sollen sich hier wohl fühlen“, sagt Bürgermeister Werner Kolter, deshalb müsse man jetzt „feinsteuern“, negative Entwicklungen abwenden. NRW-Bauminister Michael Groschek war am Montag vor Ort, um sich selbst ein Bild zu machen von den Maßnahmen, die schon umgesetzt wurden oder noch anstehen.

Früh die Probleme angepackt

Früh hat die Stadt Unna das Gespräch mit den hier ansässigen Wohnungsbaugesellschaften gesucht und das Müll-Problem rund um die großen Mietriegel angepackt. „Es fällt schon auf, wie sauber es hier ist, obwohl hier so viele Menschen auf dichtem Raum wohnen – Menschen, die aus aller Herren Länder kommen“, wird da bewundernd festgestellt. Ab 2016 soll es hier nicht nur ein erweitertes Quartiersmanagement geben, auch die Themen Wege/Spielflächen/Freiflächen werden als Extra-Aufgabe angegangen.

Das Jobcenter ist mittlerweile vor Ort und betreibt in der Potsdamer Straße ein kleines Büro, ist „nah an den Menschen“, wie Christian Scholz, der stellvertretende Geschäftsführer des Jobcenters Kreis Unna, betont. Die guten Vermittlungszahlen, die Zufriedenheit der eigenen Mitarbeiter, die den Menschen vor Ort besser und direkter helfen können, sprechen für sich, meint er. Mit dem Partnern Jugendamt, der Werkstatt im Kreis Unna könne das Jobcenter hier viel effektiver helfen, sagt Christian Scholz.

Der Falken Kinderclub gleich nebenan

Auch der Falken Kinderclub in einer Wohnung, der für Königsborner Schulkinder täglich geöffnet ist, hat sich als richtige und wichtige Maßnahme erwiesen. Davon konnte sich auch NRW-Bauminister Michael Groschek überzeugen. Ein Stopp im Kinderclub war gesetzt, der Besuch im Jobcenter natürlich auch. Der Minister zeigte sich beeindruckt von den Angeboten im Viertel. „Allein das Investieren ins Wohnumfeld reicht heute nicht“, stellt der Minister fest, man müsse sich mehr um die Menschen kümmern, wieder mehr aufeinander achten, Ansprechpartner vor Ort haben. „Eigentlich brauchen wir wieder den guten alten Dorfsheriff“, wünscht Mike Groschek. Heute heißt das Quartiersmanagement, meint aber das Gleiche.

Die Initiative „Zukunft Berliner Allee“, ein Millionen-Projekt, wird vom Land gefördert und bis 2020 sichtbare positive Zeichen in der Berliner Allee und auch in Königsborn-Nord setzen. Los geht’s mit neuen Projekten im neuen Jahr.

Beitragsbild: Bürgermeister Werner Kolter erläutert Bauminister Mike Groschek (3. v. links) das Unnaer Konzept in der Berliner Allee. Begleitet wurden sie vom Bundestagsabgeordneten Oliver Kaczmarek (links), dessen Landtagskollegen Hartmut Ganzke /Mitte) und SPD-Stadtverbandsvorsitzendem Volker König. Ortsvorsteher Wolfgang Ahlers erläutert ganz rechts einer Bürgerin den Sinn dieses Informationsbesuchs. – Foto: Sebastian Laaser

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