In der Stadtkirche: „Der Sommer fällt“ – ein Kunstprojekt in Wort und Bild

Heinrich PeuckmannUnna. Für ein besonderes Projekt haben sich die Schriftsteller Heinrich Peuckmann und Gerd Puls mit der Fotokünstlerin Silke Kieslich zusammengefunden. Die Ergebnisse dieser gemeinsamen Arbeit zeigt die Foto-Lyrik-Ausstellung „Der Sommer fällt“. Vom 20. August bis zum 16. September sind die 65 Werke in der Stadtkirche Unna zu sehen. Eröffnet wird die Ausstellung am 20. August um 19.30 Uhr mit einer dialogischen Eröffnungsrede von Niklas Peuckmann und seinem Vater Heinrich Peuckmann. Anschließend stehen alle drei Künstler für Gespräche zur Verfügung.

Wort und Bild

In den Werken spiegeln sich Facetten des Ruhrgebietes ebenso wie Naturimpressionen und Stillleben. Andere Arbeiten zeigen eher persönliche Betrachtungen auf Alltag und Lebenszeit und thematisieren Abschied, Verlust, Sehnsucht oder Fernweg. Die Fotografin Silke Kieslich setzte die Worte der Schriftsteller sorgfältig in stimmungsvolle Bilder um. Die Texte sind direkt in den Fotografien zu lesen, so korrespondieren Wort und Bild auf neue Weise miteinander.

Berühren, aber nicht zu nahe

Gerd-Puls

Gerd Puls sagt über das gemeinsame Projekt: „Zunächst lautete unser Arbeitstitel ,Worte ins Bild gesetzt‘ und darum ging es Silke Kieslich, Heinrich Peuckmann und mir im wörtlichen Sinn.“ So sei die Idee von Peuckmann gekommen, der Arbeiten der Fotografin Silke Kieslich kannte. Schnell war Gerd Puls auch der Meinung, dass sich viele ihrer Texte eigneten, so ins Bild gesetzt zu werden. „In harmonischer Zusammenarbeit schafften wir es rasch und problemlos, das Spektrum unserer Texte – und parallel das der Fotomotive – zu ergänzen und zu erweitern, wobei uns wichtig war, dass sich Wort und Bild zwar berührten, aber nie zu nahe kamen“, sagt Gerd Puls.

Der Motivfundus der Fotografin Silke Kieslich bot reichlich Material, dennoch begab sie sich für das Projekt wiederholt auf Fotosafari, um Stimmungen, Farbgebung und die passende Korrespondenz von Wort und Bild an neue Motive anzupassen. Unter den Arbeiten gibt es Naturimpressionen und Betrachtungen der Umwelt, Ansichten aus dem Ruhrgebiet oder dem Münsterland, dazu zahlreiche Genrebilder und Stillleben. Hinzu kommen Motive, bei denen die eingefügten Gedichte persönliche Sichtweisen, Erlebnisse, Erinnerungen und Stimmungen spiegeln oder beispielhaft zwischenmenschliche Beziehungen und schicksalhafte Begebenheiten aufgreifen.

Weitere Informationen:

  • Öffnungszeiten: während der Offenen Stadtkirche: dienstags bis freitags von 10 bis 13 Uhr und 15 bis 17 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr oder nach Vereinbarung.
  • Kontakt: Pfarrerin Barbara Dietrich Tel.: 02303-968 80 15
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