Arbeitskreis Soziales der SPD im Kreis bei Besuch in Bergkamen: Die Pflegeinfrastruktur ist in unserer Region gut!

Kreis Unna/Bergkamen. „Wir haben im Kreis Unna eine gute Pflegeinfrastruktur, sowohl ambulant wie auch stationär, und dafür werden wir uns weiter einsetzen“, versicherte die Leiterin des Arbeitskreises Soziales Angelika Chur bei dem Besuch der Kreistagsfraktion im AWO Seniorenzentrum Bergkamen. Dabei gilt der Grundsatz „ambulant vor stationär“ in der Kreispolitik, d.h. so lange wie möglich sollen Menschen in ihrer gewohnten Umgebung leben können, betonte Angelika Chur, die auch Vorsitzende des Kreissozialausschusses ist.

Mit dem Hermann-Görlitz-Seniorenzentrums der AWO in Bergkamen besuchte die Kreistagsfraktion der SPD eine seit 1969 bestehende Einrichtung. Der Leiter des Hauses, Ludger Moor, stellte den Sozialdemokraten aus dem gesamten Kreisgebiet die 142-Betten-Einrichtung vor. Damit gehört das Haus zu den eher größeren im Kreis, mit seinen 106 Einzelzimmern wird aktuell der Landesquote von 80% Genüge getan.

Besonders das Angebot „Unsere neue Tagesstruktur für Menschen mit Demenz“ überzeugte die Sozialdemokraten. Angesichts eines Anteils von 60% ist es auch für das AWO-Haus in Bergkamen wichtig, neue Wege für Demenzerkrankte zu gehen, sagte Ludger Moor bei der Führung durch die neu geschaffenen Räume. Positiv wirkt sich auch die Verstärkung bei den Betreuungsassistenten durch die Pflegekassen aus. „Übrigens: Über 80% der Bewohner kommen aus Bergkamen und Kamen“, erzählte Ludger Moor.

Der Besuch fand vor dem Hintergrund der vom Kreistag im März dieses Jahres einstimmig verabschiedeten Pflegebedarfsplanung für den Kreis Unna statt. Das Land NRW hat es mit seinem neuen Pflegegesetz und der anschließenden Durchführungsverordnung den Kreisen und kreisfreien Städten in die Hand gegeben, wieder über eine qualifizierte Pflegebedarfsplanung den Bau von stationären Einrichtungen stärker zu steuern. Und der Kreis Unna gehört jetzt zu den ersten im Land die sich dieser Aufgabe verschrieben haben.

Kreissozialdezernent Torsten Göpfert konnte in Bergkamen berichten, dass es jetzt darum gehe, den ermittelten Fehlbedarf auszuschreiben. Kreisweit handelt es sich dabei um fast 200 Plätze. Im nächsten Schritt will die Verwaltung mit der Politik über die Kriterien für diese Bedarfsausschreibung reden. Auch soll der Pflegebedarfsplan jährlich fortgeschrieben werden um die Entwicklung im stationären Bereich besser steuern zu können. Die Sozialdemokraten äußerten auch die Erwartung, daß über die Pflegeplanung die ambulanten Hilfen im Kreis noch effektiver gestaltet werden können.

Einen Wunsch gab Ludger Moor den Sozialdemokraten mit auf den Weg: Der Dokumentationsaufwand für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möchte er reduziert wissen, damit diese endlich mehr Zeit für die Bewohner haben. Die Arbeitsweise und Effizienz des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen gehört seiner Ansicht nach rasch auf den Prüfstand.

Beitragsbild von links: Ludger Moor (Leiter des Seniorenzentrums Bergkamen), Renate Jung (Kamen), Jürgen Kerl (Lünen), Martin Blom (Bergkamen), Manuela Werbinsky (Unna), Kreisplaner Hans Zakel, Ursula Lindstedt (Fröndenberg), Hartmut Ganzke (MdL), Angelika Chur (Leiterin des SPD-Arbeitskreises Soziales), Kreissozialdezernent Torsten Göpfert. – Foto: SPD-Fraktion

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