Almost Daily Soap: Er ist wieder da – und der Pirat empört sich

Er ist wieder da! Nein, nicht der. Der überwiegend öffentlichkeitswirksame Pirat. Nach erholsamen Tagen in hellenischen Gefilden, wo er sich dankenswerter Weise nicht am verbreiteten bundesdeutschen Bashing von Politikern Athener Provenienz beteiligte, ist er wieder daheim. Christoph Tetzner, die Unnaer Antwort auf Jack Sparrow geht auch gleich wieder an die Arbeit und hat Übles im Rathaus entdeckt. Er will mehrerlei Maß dort ausgemacht haben und schreibt folgerichtig im fraktionseigenen Webauftritt die empörten Zeilen:

„Unna, 16 Grad heute am 29. Juli 2015.

Also ein eher unscheinbarer Tag in der sitzungsfreien Zeit.

Dennoch scheinen im Rathaus manche gleicher als gleich zu sein, vor allem wenn der persönlicher Referent des Bürgermeisters mit zweierlei Maß misst. Trotz Kenntnis hat er bis dato nicht das Aufhängen der Plakate der Jusos zur Bürgermeisterwahl an den Fraktionstüren der SPD untersagt.

Unserer ersten Fraktion hatte er untersagt, die Öffnungszeiten des Fraktionsbüros auf der Tür auszuhängen. Unter Fristsetzung mussten wir die Öffnungszeiten abnehmen. Begründung: Vorschriften der Kreisstadt Unna.

Für manche scheinen also Vorschriften nicht zu gelten, zumal dies ja auch politische Werbung ist und das Rathaus definitiv dazu nicht herhalten darf.

Wir bleiben nun gespannt, wie lange dieser Zustand noch so beibehalten werden darf. Es gibt ja noch Gelsenkirchen!“

Nun, unscheinbare Tage gibt’s viele, auch in der Sitzungszeit. Woher er die überzeugend formulierte Erkenntnis hat, dass der Bürgermeistereferent von Plakaten an der Türe des SPD-Fraktionszimmers Kenntnis hatte, wird bei diesem seinem Bekenntnis bleiben. Der Bürgermeisterreferent war ein paar Tage in Urlaub und erst am Dienstag, 29. Juli 2015, wieder im Dienst. Ein paar Schritte des gut erholten Piraten hätten vermutlich ausgereicht, dann hätte er seine heillose Empörung ja auch durch die offen stehende Geschäftszimmertür rufen und die Büroinhaberin davon informieren können, dass er ungehalten sei, wenn dafür geworben werde, dass Unna zur Wahl gehen möge. (Er ist ja kein Kandidat).

Seiner alten Fraktion (es gab inzwischen zwei von denen) sei es vom selben Bürgermeisterreferenten untersagt worden, die eigene Türe zu bekleben. Ist mir auch schon passiert – damals. Aufkleber oder ähnliches machen irreparable Verletzungen. Für Namen und Öffnungszeiten gibt’s eigens eingerichtete Einschübe an den Türen. Und mir wurde der Hinweis in einem sehr freundlichen und erklärenden Ton gegeben.

Aber, er ist nicht nur wieder da, er ist – wie er auf der Fraktions-Website bekannt gibt auch gespannt, was bei weiteren, hartnäckigen Verstößen gegen das Gleichheitsprinzip wohl Gelsenkirchen dazu sagen werde. Dort sitzt bekanntlich das Verwaltungsgericht, bei dem er anscheinend eine Dauerkarte anstrebt.

Er ist wieder da, und mit ihm die Almost Daily Soap.

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