Nun sind die Jugendlichen aus dem Werkstatt-Kolleg wieder daheim (Ende): Umarmungen, diverse Tränen und Hoffnung auf ein Wiedersehen


Unna/Cisterna di Latina. Tolle Aktion, mit wahnsinnigen und unvergesslichen Eindrücken verbunden: Die Jugendliche aus dem Werkstatt-Kolleg in Unna sind aus Italien zurück. Gemeinsam mit jungen Menschen aus Polen und Italien haben sie dort für zwei Wochen auf einem Farmgelände, das die italienische Regierung von der Mafia (Camora) konfisziert und in eine gemeinnützige Begegnungsstätte umgewandelt hat, gearbeitet, sich an Aufgaben der besonderen Art gemessen und Freundschaften geschlossen. Der Abschlussbericht wurde geschrieben von:

von Leon Horz

Die letzten Eindrücke aus Italien: Nach dem erfolgreichen Aufstieg beim Hiking war belohnen und genießen angesagt. Wir besuchten einen nahe gelegenen Strand, an dem wir uns von den Strapazen einen ganzen Tag lang erholen konnten. Am Samstag war es dann Zeit für eines der wichtigsten Geschehnisse: die Abschlusspräsentation an unserem Casale. Wir zeigten Besuchern der lokalen Presse, örtlichen Politikern, Eltern und Freunden, was wir in unserer Zeit geleistet hatten und führten die Gäste über das Gelände; präsentierten die von uns gebauten Bänke, Tische und natürlich das Tomatenfeld, auf dem wir gearbeitet hatten. Die Führung gipfelte in einem kleinen Theaterstück, in welchem die italienischen Teilnehmer nochmal die besten Momente des Camps aufgriffen und alle mit der Vorführung begeistern konnten.

Der Sonntag war dann der letzte Tag im Camp und Emotionen zeigten heute alle, denn es hieß „alles hat irgendwann ein Ende“. Die Zeit mit fast 30 Personen unter einem Dach bringt viel mit sich, 14 Tage Ewoca³-Camp haben einiges bewirkt. Die Teilnehmer sind an ihre Grenzen gestoßen und haben diese mit gegenseitiger Hilfe überwunden. Die meisten von uns gehen mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück nach Deutschland, viele könnten gut noch eine Woche länger bleiben.

Die Zeit mit so vielen unterschiedlichen Menschen aus verschiedenen Kulturen hat jeden von uns geprägt. Als es hieß „die Koffer sind gepackt“, flossen die ersten Tränen. Man packt schließlich nicht nur seine sieben Sachen zusammen, sondern zudem die Zeit, die Eindrücke, die Erlebnisse und den Stolz über sich und die miteinander verbrachte Zeit. Ich persönlich bin glücklich, Erfahrungen mit so tollen Menschen gemacht zu haben, und es bleibt die Hoffnung auf ein Wiedersehen in Polen in 2016. Zu guter Letzt bleibt zu sagen: Deutschland wir kommen und wir freuen uns auf eine Waschmaschine!

Die Gruppe vom Werkstatt-Berufskolleg ist am Montagabend wohlbehalten wieder gelandet. Und alle waren sich einig: Ein Ewoca³-Workcamp ist eine gigantische Erfahrung und alle Teilnehmer werden auch im nächsten Jahr in Polen wieder gemeinsam arbeiten, leben und die begonnenen europäischen Freundschaften vertiefen.

Beitragsbild: Da sieht man, das aus einer Schar von Individualisten am Ende eine Gruppe von Freunden geworden ist. – Fotos: Kevin Ewe

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