Jugendliche aus dem Werkstatt-Kolleg machen Arbeitsurlaub im italienischen Cisterna di Latina (VII): I like to Hike!


Unna/Cisterna di Latina. Tolle Aktion, mit wahnsinnigen Eindrücken verbunden: Seit Dienstag, den 30. Juni 2015, sind Jugendliche aus dem Werkstatt-Kolleg in Unna in Italien. Gemeinsam mit jungen Menschen aus Polen und Italien arbeiten sie dort für zwei Wochen auf einem Farmgelände, das die italienische Regierung von der Mafia (Camora) konfisziert und in eine gemeinnützige Begegnungsstätte umgewandelt hat.

Die Jugendlichen errichten während ihrer Aktiv-Ferien auf dem Gelände zum Beispiel einen Gemeinschaftsraum, arbeiten mit recycelten Materialien und legen Blumenbeete an. Schon jetzt ist unter den drei teilnehmenden Gruppen geplant, sich in den nächsten und übernächsten Sommerferien dann in Polen und Deutschland zu treffen, um dort ebenfalls gemeinsam nachhaltige Projekte zu verwirklichen. Der heutigen Bericht wurde geschrieben…

vom Team

Festes Schuhwerk und Kopfbedeckung, Wasser gut einteilen und vor allem: Nicht die freilaufenden Kühe und Pferde füttern. Alles klar. Nachdem wir nun acht Tage lang eine eingeschworene Gemeinschaft geworden sind und zahlreiche Herausforderungen gemeinsam bewältigen konnten, haben wir für Tag 9 und 10 etwas ganz besonderes ins Auge gefasst: Der Gipfel des Monte Semprevisa, einem 1600 Meter hohen Berg, 60 Kilometer südöstlich von Rom, sollte innerhalb von zwei Tagen von uns in einem 20 Kilometer langem Marsch erklommen werden.

Mitten im italienischen Hochsommer. Schon einen Tag zuvor erklärte der Hiking-erfahrene Teamer Peppe in einem Workshop, wie man das Gemeinschaftszelt aufbaut, worauf man generell achten muss und wie man ein Trapperdinner mit selbst gesammeltem Holz durchführt. Denn auch die Verpflegung während der zwei Tage sollte von den Jugendlichen selbständig geplant werden. Aufgaben, für die die Gruppe extrem gut zusammenarbeiten musste, um während des Hike ohne Schwierigkeiten in der Natur zu (über-)leben.

Nach einer Nacht voller Lagerfeuerromantik wurde der Gipfel schließlich gestürmt. Brian und Bilal gehörten zu den ersten, die bei atemberaubender Aussicht ein Foto von sich und dem Gipfelkreuz machen konnten, etwa 90 Minuten später hatten auch die Letzten die rund 700 Höhenmeter überwunden und trafen ein.

Nach dem Abstieg waren sich alle einig: Eine anstrengende, aber intensive Erfahrung, die alle Blasen wert war und von der wir sicher noch lange zehren werden.

Beitragsbild: Geschafft!!!!! Es war eine echte Herausforderung, aber gemeinsam und Hand in Hand gelingt der Truppe aus den Werkstatt-Kolleg alles. – Foto: Kevin Ewe

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