Jugendliche aus dem Werkstatt-Kolleg machen Arbeitsurlaub im italienischen Cisterna di Latina (VI) – Bauen, Chillen, Jäten


Unna/Cisterna di Latina. Tolle Aktion, mit wahnsinnigen Eindrücken verbunden: Seit Dienstag, den 30. Juni 2015, sind Jugendliche aus dem Werkstatt-Kolleg in Unna in Italien. Gemeinsam mit jungen Menschen aus Polen und Italien arbeiten sie dort für zwei Wochen auf einem Farmgelände, das die italienische Regierung von der Mafia (Camora) konfisziert und in eine gemeinnützige Begegnungsstätte umgewandelt hat.

Die Jugendlichen errichten während ihrer Aktiv-Ferien auf dem Gelände zum Beispiel einen Gemeinschaftsraum, arbeiten mit recycelten Materialien und legen Blumenbeete an. Schon jetzt ist unter den drei teilnehmenden Gruppen geplant, sich in den nächsten und übernächsten Sommerferien dann in Polen und Deutschland zu treffen, um dort ebenfalls gemeinsam nachhaltige Projekte zu verwirklichen. Der heutigen Bericht wurde geschrieben…

von Leon Horz

Casale Piano Rosso, Cisterna di Latina, Italien: Heute ist ein großer Tag für die Jugendlichen des Ewoca³-Camps 2015. Das erste Mal hinterlassen wir unsere Spuren im Sand. Wir bauen für die kommenden Menschen, die das Casale besuchen, Sitz- und Essgelegenheiten.

Was so besonders daran ist??? Alles Baumaterial ist wieder verwertet. Hier zeigt sich wieder das große Thema des Ewoca³-Camps: Nachhaltigkeit! Alte Paletten dienen als Grundlage der Einzelstücke. Für uns heißt es jetzt: Teste, Testen, Testen.

Hält unsere Konstruktion? Mal wieder beweisen alle, dass sie zusammen stark sind und zusammen ein super Resultat erbringen. Wer handwerklich nicht so begabt war, konnte sich auf das Tomatenfeld begeben und hat die dort heranreifenden Flaschentomaten von Unkraut befreit.

Die Zeit hier im Ewoca³-Camp ist für alle eine prägende Zeit. Selten sind so viele Jugendliche aus verschiedenen Kulturen auf einem Fleck und sprechen noch dazu verschiedene Sprachen. Hier bestätigt sich wieder der Satz: „Man versteht sich auch ohne Worte“. Nach kurzer Zeit ist Ewoca³ wie eine kleine Familie für uns geworden. Alle sind hier sie selbst und das macht Ewoca³ aus. „Selbst sein!“

„Morgen früh beginnt der ,Hike‘, eine zweitägige Wanderung in die Berge, mit wenig Ausrüstung und ohne Funknetz, was eine intensive Zusammenarbeit von der ganzen Gruppe fordert. Daher werden wir erst wieder am Freitag Bericht erstatten können“, schreibt Kevin Ewe. Das wird eine Herausforderung.

Beitragsbild: Beim Ewoca³-Camp lernen die Macher aus dem Werkstatt-Kolleg, was man aus alten Euro-Paletten alles bauen kann: Nachhaltigkeit bringt kreative Freude am Handwerken! – Fotos: Kevin Ewe

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