Stadtwerke Unna raten Bürgern: Unternehmer werden bei der Energiegenossenschaft

Kreis Unna. Bürger investieren in die Energiewende und profitieren doppelt: Mit einem Beitrag zum Klimaschutz und einer attraktiven Rendite für ihre Geldanlage. „Unna pflanzt Energie“ ist das Motto einer Energiegenossenschaft, die von engagierten Bürgern mit Unterstützung der Stadtwerke Unna und der Arcanum Energy, einem Beratungs- und Projektentwicklungsunternehmen für Erneuerbare Energien aus Unna, gegründet wurde. Ab sofort können sich Interessenten um die Mitgliedschaft bewerben. 500 Euro ist ein Anteil wert, „wir streben mittelfristig eine Rendite von zwei Prozent an“, erklärt Energiegenossenschafts-Vorstand Dr. Michael Rumphorst.

Die Genossenschaft, in der sich Bankfachleute, Manager von Unternehmen der Region und Energieprofis verbündet haben, will das Geld der Mitglieder in Solarstrom- und Windkraftanlagen investieren. Möglichst in der Region, so sagt Martin Muesse, im Hauptberuf Leiter der Energiewirtschaft der Stadtwerke, in der Energiegenossenschaft aber ehrenamtlich aktiv: „Wir wissen, dass vielen Menschen eine dauerhafte und vor allem sichere und sinnvolle Geldanlage suchen. Die bieten wir.“ Sein Vorstandskollege Helmut an de Meulen, hauptberuflich Gesellschafter der MATERNA GmbH, ergänzt: „Eine Energiegenossenschaft benötigt Unternehmergeist. Ich bin begeistert, dass mit der Genossenschaft viele Bürger sozusagen zum Unternehmer werden und von der Energiewende profitieren können. Wir leisten damit gemeinsam einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz.“

Im ersten Schritt wird die Genossenschaft bis zu 400.000 Euro in fertige Anlagen investieren, um die Kraft für Zukunftsprojekte zu sammeln: Eine Solar-stromanlage auf dem Servicezentrum am Unnaer Bahnhof, ein Solarpark in Hürth und eine Solaranlage in Fürstenfeldbruck sind die Startblocks für die weiteren Projekte. In der Nachbargemeinde Holzwickede plant die Energie-genossenschaft ein Photovoltaik-Projekt auf einer Konversionsfläche: Die ehemalige Raketenstation soll als Solarpark natürliche Energie ernten. Die für die Vermarktung dieser Fläche zuständige Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) hat der Genossenschaft den Zuschlag für die Nutzung erteilt.

Alle Interessenten sollten schnell einsteigen, meint auch Stadtwerke-Geschäftsführer Jürgen Schäpermeier: „Wir werden nur so viele Anteile ausgeben, wie wir dann auch sofort investieren können.“ Ist der Starttopf voll, wird eine Warteliste geführt. Die Stadtwerke Unna belohnen bei ihren Kunden das finanzielle Engagement in der Energiegenossenschaft noch zusätzlich: 100 Kilowattstunden Ökostrom bekommt jeder Stromkunde, der auch Mitglied der Energiegenossenschaft ist, gut geschrieben. „Wir wollen möglichst vielen Kunden die Chance geben, bei der Energiewende aktiv mitzumachen und als Unternehmer an der Energiewende mit zu verdienen“, erklärt Jürgen Schäpermeier. Die Energiegenossenschaft sei zudem ein Beitrag zum großen Ziel, das sich die Kreisstadt gesetzt hat: Der Ausstoß an Klimagasen soll bis 2030 halbiert werden.

Alle weiteren Informationen finden Interessenten unter www.unna-pflanzt-energie.de im Treffpunkt Energie der Stadtwerke Unna im Rathaus. Dazu finden im Treffpunkt Energie an jedem Dienstag und Donnerstag zwischen dem 7. und 31. Juli 2015 in der Zeit von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr Beratungssprechstunden statt.
Interessierte können hier Informationen aus erster Hand und Antwort auf ihre Fragen zur Energiegenossenschaft bekommen. Eine telefonische Terminabstimmung ist sinnvoll, um lange Wartezeiten zu vermeiden: Tel.: 0800 2001-239.

Beitragsbild: Die Initiatoren der Energiegenossenschaft Jürgen Schäpermeier, Martin Muesse, Helmut an de Meulen, Dr. Michael Rumphorst und Dr. Helmut Kern (v.l.), der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Volker König war zum Zeitpunkt der Aufnahme in Urlaub. Foto: Stadtwerke Unna

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.