Überraschung: Straßen.NRW sieht plötzlich Bedarf für acht Autobahnstreifen entlang der A1

Dabei ging's bei der Bürgerversammlung eigentlich nur um den Ersatz für die Liedbachtalbrücke. - Foto: Ralph Bürger

Dabei ging’s bei der Bürgerversammlung eigentlich nur um den Ersatz für die Liedbachtalbrücke. – Foto: Ralph Bürger

Unna. Überraschung beim Informationsabend zum Neubau der Liedbachtalbrücke: Auf Nachfrage von SPD-Ratsherr Ralph Bürger erklärt der für die Planung zuständige Leiter von Straßen.NRW, dass nun bereits konkret der 8-streifige Ausbau der A 1 in Planung sei. Straßen.NRW hatte aber nach bisheriger Kenntnisgabe nur die Aufgabe, eine Ersatzbrücke in 6–jähriger Bauzeit zu errichten.

Ralph Bürger hatte die „Zukunftssicherheit“ einer Ersatzbrücke mit dem Hinweis auf einen denkbaren Ausbau der A1 auf 8 Spuren angezweifelt. Die Anwohner waren schlicht überrascht, als der Leiter von Straßen.NRW aus Meschede bestätigte, dass inzwischen die Bezirksregierung den Ausbau der Autobahn für den Bundesverkehrswegeplan als „Bedarf“ angemeldet hat. Die Liedbachtalbrücke nun schon mal „zukunftssicher“ für 8 Fahrspuren zu planen, das allerdings habe Straßen.NRW bisher nicht im Auftrag. Bis zum Herbst, und somit bis zu Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens, werde die Behörde noch abwarten, so die offizielle Mitteilung.

Ralph Bürger hält es schlicht und einfach im Sinne wirtschaftlicher Mittelverwendung für unverzichtbar, die Brücke von vornherein angesichts noch zu erwartender Verkehrsbelastungen für mindestens 8 Spuren auszulegen. Die Anwohner beschwerten sich natürlich, dass ihnen die langfristigen Planungen bisher nicht bekannt gegeben wurde. Auch angesichts einer ziemlichen Ignoranz der Behörden zu den Anforderungen an den Lärmschutz – dieser soll mit Stand 1984 (!) wieder hergestellt werden, bekannten einige Anwohner ein nachhaltiges Misstrauen gegenüber den Bauplänen.

Beitragsbild: Und plötzlich stellte sich heraus, dass die A1 vor dem achtstreifigen Ausbau steht. – Fotos: Ralph Bürger

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