Werkstatt im Kreis Unna: Fachschule für Soziales bildet gesuchte Fachkräfte aus

Kreis Unna. In den Vorschuleinrichtungen, in offenen Ganztagsschulen, Jugendzentren und der Jugendhilfe fehlen Fachkräfte. Das Werkstatt Berufskolleg qualifiziert diese: Ab August bietet das Berufskolleg eine dreijährige Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin bzw. zum Erzieher an. Die Fachschule für Soziales – Fachrichtung Sozialpädagogik richtet sich nicht nur an junge Menschen, die sich bisher vergebens um einen solchen Ausbildungsplatz bemühten. Von dem Ausbildungsangebot sollen insbesondere arbeitslose Menschen profitieren, die bisher keine Berufsperspektive fanden.

Eine Chance ist die Fachschule auch für berufserfahrene Wieder- und Quereinsteiger/innen. Erzieher/innen finden ein breites Berufsfeld vor, erklärt Dieter Schulze, Leiter des Berufskollegs. „Sie können in Kindergärten, Kindertageseinrichtungen, Familienzentren, Einrichtungen der offenen und stationären Jugendhilfe, Erholungs- und Ferienheime, Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, offene Ganztagsschulen, Jugendzentren bzw. Einrichtungen der offenen Kinder– und Jugendarbeit arbeiten.“ Die Ausbildung im Werkstatt-Berufskolleg erfolgt in kleinen Klassen mit maximal 20 Auszubildenden, die sozialpädagogischen Fachlehrerinnen waren vor dem Lehramtsstudium selbst als Erzieherinnen tätig. Ehemals arbeitslose Teilnehmende oder Berufsrückkehrerinnen
erhalten eine zusätzliche Unterstützung bei allen persönlichen Problemen, wie z.B. der Organisation der Kinderbetreuung als auch beim Wiedereinstieg ins Lernen nach einer längeren Arbeitsphase.

Eine enge Verbindung mit der Berufspraxis gehört ebenfalls zum Programm des Berufskollegs: Für die Praxis können die Auszubildenden nicht nur auf die Kontakte der Kindertagesstätte zurückgreifen, die unter dem Dach der Werkstatt im Kreis Unna vor Jahren entstand. Die Werkstatt verfügt über die inzwischen 30-jährige Arbeit über ein Netz von Arbeitsbeziehungen zu vielen
Vorschul- und Jugendhilfeeinrichtungen, erklärt Doro Rengers, Abteilungsleiterin des Bildungsunternehmens: „Viele der heutigen Fachkräfte und Kita-Leiterinnen haben über unsere Angebote in diesen Beruf gefunden.“

Die Vollzeitausbildung dauert drei Jahre, zwei davon fachtheoretisch mit 16wöchigen Praktika, das dritte als Berufspraktikum mit begleitendem Unterricht in Projektwochen und Kursen. Alle Auszubildenden haben zudem die Möglichkeit zertifizierte Zusatzqualifikationen zum Beispiel im Bereich Sportgerontologie zu erwerben. Zwei Auslandsaufenthalte in Wales und in den Niederlanden bieten die Möglichkeit, sich in „interkultureller Erziehung“ sowie in neuen Methoden fit zu machen. Die Auszubildenden können, je nach dem Einkommen der Eltern, BAFÖG beziehen. Für arbeitslose Bewerber gibt es die Förderung über einen Bildungsgutschein.

Voraussetzung für die Aufnahme in die neue Fachschule für Soziales Fachrichtung Sozialpädagogik: Die Fachoberschulreife ist auf jeden Fall erforderlich, daneben gibt es vielfältige Möglichkeiten, die weiteren Einstiegsvoraussetzungen zu erfüllen. Der Berufskolleg-Leiter Dieter Schulze sagt dazu: „Viele Interessenten wissen nicht, dass sie die formalen Voraussetzungen für
diese zukunftsorientierte Ausbildung erfüllen – sie sollten nicht zögern und sich einfach von uns beraten lassen.“

Weitere Informationen, Beratung und Anmeldung:

  • Werkstatt Berufskolleg
  • Berufskolleg in freier Trägerschaft der Werkstatt im Kreis Unna
  • Berufsschule der Sekundarstufe II
  • Nordring 39 • 59423 Unna
  • 02303 5888920 • E-Mail: info@werkstatt-berufskolleg.de
  • www.werkstatt-berufskolleg.de
  • Beitragsbild: Arbeit mit Kindern, das ist auch ein Berufsfeld, in dem sich männliche Pädagogen wohl fühlen. – Foto: Günter Klumpp

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