Achtung, Rehkitze, für sie gilt: Streicheln verboten!!!

Kreis Unna. Achtung, wenn Ihr in diesen Tagen ein Rehkitz seht, dann gilt: Streicheln verboten!!! Spaziergänger sollten Rehkitze sowie anderes junges Wild auf keinen Fall anfassen. Darauf weist der Jagdberater des Kreises Unna, Dietrich Junge, anlässlich der bis Mitte Juli dauernden Brut- und Setzzeit hin.

„Die Jungtiere sollten am besten unberührt in ihren Lagerstätten belassen werden. Der Menschengeruch schreckt die Elterntiere ab, so dass diese ihre Jungen verstoßen“, erklärt Dietrich Junge. Zudem appelliert der Kreis-Jagdberater an Landwirte, die zuständigen Jäger rechtzeitig über die Mähtermine ihrer Wiesen zu informieren.

Bauern beim Mähen: Vorsicht, Kitz!

Da das Gras den Jungtieren Schutz und Deckung bietet, ducken die Tiere sich bei drohender Gefahr, erstarren und fühlen sich sicher. So sind sie bei den frühen Mahten leicht zu übersehen. Schnell geraten sie in die landwirtschaftlichen Mähwerke und werden verstümmelt oder getötet. Um das Jungwild vor den Mähmaschinen zu retten, müssen die Tiere von den Jägern aus den Wiesen verscheucht werden.

Beitragsbild: Rehkitz im hohen Gras. Sie denken bei Gefahr, sie seien unsichtbar. – Foto: Annamartha – pixelio.de

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