Festa Italiana – das tolle Programm für ein grandioses Fest

Unna. Es ist nicht zu übersehen: 2 Jahre sind rum, Pfingsten steht bevor, merkwürdige Arbeiten werden in der Innenstadt Unnas erledigt – die Zeit, dass unsere Stadt für eine knappe Woche zur nordalpinen Lichtgestalt Italiens umgebaut wird ist gekommen: U(N)na Festa Italiana, das regionale Großereignis wird wieder jede Menge Gäste aus Nah und Fern‘ nach Unna locken. Die bunteste und schönste Innenstadt-Veranstaltung weit und breit verwandelt unsere Stadt am Hellweg in das Bari des Nordens.

Stadtmarketing hat wie in den vergangenen Jahrzehnten alles unternommen, um die City nicht nur durch die grandiose Beleuchtungsinszenierung der Bareser Familie Paulicelli ins beste Licht zu rücken. Ein ebenso festliches Programm flankiert die inzwischen im 30. Jahr existierende Großveranstaltung. Giuseppe Paulicelli kann dieses Jubiläum leider nicht mehr miterleben. Er, einer der frühen Väter der Festa, starb im April. Seine Familie, die zwischen Canada und der Türkei schon jede Menge innerstädtischer Feste beleuchtete, setzt die Tradition in Unna aber bruchlos fort. Die Details für die diesjährige Festa hatte Giuseppe Paulicelli noch emsig mitgeplant.

Die Lichtbauer reisen an

Heute reisen die Lichtbauer aus Bari an. Im Gepäck haben sie auch in diesem Jahr zahllose Lichterbögen und atemberaubende Illuminationspläne. Die LKW haben die lange Reise aus Italien auf sich genommen, um die Unnaer Innenstadt wieder in ein einzigartig glitzerndes Lichtermeer zu verwandeln. Wie immer noch schöner als zuvor – und eigens zum 30-Jährigen gibt’s ein großes Bild „Prospetto“ auf dem Alten Markt.

Die Festa Italiana und ihre Lichtbauer

Ist das wohl schön! (Foto: Wolfgang Barrenbrügge)

Ist das wohl schön! (Foto: Wolfgang Barrenbrügge)

Zum stilvollen Ambiente von Un(n)a Festa Italiana gehört neben den künstlerischen und gastronomischen Angeboten vor allem die „Illuminazione“ der italienischen Lichtbauerfamilie Paulicelli.
Der Ursprung dieser Form der „Lichtkunst“ geht bis aufs 17. Jahrhundert zurück, als es in Italien üblich war, Plätze und Hauptstraßen an Festtagen kunstvoll zu beleuchten. Im Jahre 1894 wurden die ersten Feste mit eindrucksvollen Lichtskulpturen, die damals noch mit Tausenden von Öl- und später dann mit Karbidlampen befeuert wurden, gestaltet. Im Jahr 1939 brach dann auch für die Illuminazione das Zeitalter der elektrischen Glühbirnen an.

Immer imposanter und größer wurden die Skulpturen, die auch heute noch in Handarbeit gefertigt werden. An filigranen Holzgerüsten werden die einzelnen Birnchen zu Tausenden befestigt. Jedes Gerüst ist schon ein kleines Kunstwerk für sich, im Ganzen fügen sich die fabelhaften Bögen, Spaliere, Rossoni, oder Skulpturen mit der Vielzahl von Lichtern zu einem grandiosen Gesamtkunstwerk zusammen. Die Dimension dieser Installationen ist schlicht faszinierend und jeder der sie je sah, wird sich stets begeistert an sie erinnern.

Zum fachgerechten Aufbau der Kunstwerke sind zahlreiche Vorarbeiten nötig. So bereichern die italienischen Lichtbauer immer schon Wochen vor dem Fest die Stadt mit ihren künstlerischen, zum Teil akrobatischen Arbeiten und wecken die Vorfreude auf ein echtes Highlight im Veranstaltungskalender der ganzen Region.

Domenico Paulicelli und sein Team versprechen: „Sarà bellissima!“ – es wird wunderschön werden.

Das Programm als PDF

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