Starkes Interesse fürs Thema Migration belegte die drückende Aktualität

Unna. Die Veranstaltung im Rahmen der Europawoche 2015 im zib mit dem Titel „Migration und Flucht in und nach Europa“ am 5. Mai hat in Unna reges Interesse geweckt. Das Thema ist durch traurige Ereignisse hochaktuell. Über 60 Interessierte, darunter Mitglieder der Ratsfraktionen, aber auch 15 Schülerinnen und Schüler der Werner-von-Siemens Gesamtschule, haben dem Spiegel-Redakteur, Maximilian Popp, tief betroffen zugehört, als er über seine persönlichen Erfahrungen an den europäischen Außengrenzen mit Beispielen aus Bulgarien, Griechenland und Marokko berichtet hat.

Die Europaabgeordnete, Birgit Sippel, berichtete anschließend über den Stand der aktuellen politischen Debatten im Europäischen Parlament und über die vereinbarten Sofortmaßnahmen zur Rettung der Bootsflüchtlinge im Mittelmeerraum. Dabei wurde es den Zuhörerinnen und Zuhörern deutlich, dass es noch weitere Lösungsvorschläge für die Zukunft gibt, für deren Umsetzung aber die Mehrheiten im Europäischen Parlament nicht oder noch nicht vorhanden seien. Mit dem Bericht von Birgit Sippel hat das Publikum auch ein Bild über die Komplexität der politischen Arbeit in Brüssel bekommen.

In der anschließenden einstündigen Diskussionsrunde wurden zahlreiche Fragen aus dem Publikum gestellt, auf die die beiden Referenten jeweils aus ihrer teilweise kontroversen Sicht reagiert haben. Neben politischen Lösungsmöglichkeiten und Vorschlägen auf europäischer und bundesdeutscher Ebene wurde insbesondere über die Frage diskutiert, was man an der Basis, auf kommunaler Ebene und auch als Einzelperson tun kann, um Flüchtlinge vor Ort konkret zu unterstützen.

Beitragsbild: Bürgermeister Werner Kolter begrüßte die Gäste des Abends, Europaabgeordnete Birgit Sippel (SPD) und Spiegel-Redakteur Maximilian Popp. – Foto: Stadt Unna

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