Frauenforum Unna: Alles unter einem Dach, wenn Gewalt das Heim zur Hölle macht

Unna. „Alles unter einem Dach in Unna“ hat sich mehr als bewährt und gilt in Nordrhein-Westfalen beispielhaft, fasste die Leiterin des Arbeitskreises Soziales und Gleichstellung Angelika Chur (Bild) den Besuch beim Frauenforum im Kreis zusammen. Seit 2009 befinden sich die unterschiedlichen Beratungs- und Hilfsangebote für Frauen und auch Mädchen in der Hansastraße in Unna.

Am vergangenen Montag besuchte der Arbeitskreis Soziales und Gleichstellung der SPD-Kreistagsfraktion das Frauenforum und ließ sich von der Geschäftsführerin Birgit Unger und der Leiterin der Frauen- und Mädchen Beratungsstelle, Karin Gottwald, über die Arbeit informieren. Mit den Angeboten Frauenhaus, Frauen- und Mädchenberatungsstelle, Frauenübernachtungsstelle, Frauenräume, Ambulant betreutes Wohnen und die Online Beratung für in Not geratene Frauen ist der Kreis Unna vorbildlich aufgestellt, so die Bewertung der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten.

Bewährt hat sich vor allem das Gewaltschutzgesetz NRW, vor über 10 Jahren in Kraft getreten um Frauen, die häuslicher Gewalt ausgesetzt sind, zu schützen. Von den 174 polizeilichen Wegweisungen im Kreis Unna im Jahre 2014 berät das Frauenforum in 87 Fällen, wie eine Lebensperspektive ohne Gewalt aussehen könnte.

Das Land NRW, Landschaftsverband und Kreis stellen im Wesentlichen die finanziellen Mittel für das Frauenforum bereit. Der Kreistag stockte für 2015 die Kreismittel um weitere 9.100 Euro für 2015 auf, und das Land wird von 2016 bis 2018 noch mal 1,8% drauflegen.

Allerdings, die finanziellen Spielräume des Kreises und seiner Kommunen werden auch zukünftig eng sein, unterstrich Angelika Chur: „Wir werden trotzdem alles dafür tun, die gute und erfolgreiche Arbeit des Frauenforum im Kreis Unna absichern zu helfen“.

Beitragsbild: Angelika Chur, Kreistagsabgeordnete der SPD. – Foto: SPD

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