Eine LiteRadtour: Vier Männer folgen den Spuren Max von der Grüns im Kreis Unna und Dortmund

von Gerd Puls

Max-von-der-Gruen

Fünfzig Jahre, nachdem Irrlicht und Feuer 1963 im Recklinghausener Paulus Verlag erschien, fahre ich mit drei jungen Leuten aus Köln und Münster, die das Buch gerade gelesen haben, auf den Spuren des Max von der Grüns und seines wohl wichtigsten Romans mit dem Rad von Dortmund nach Heeren-Werve.

Wir treffen uns zwischen Stadtbibliothek und Dortmunder Hauptbahnhof auf dem Max-von-der-Grün-Platz, los geht es durch die Innenstadt zum Borsigplatz, am Hoesch-Park vorbei Richtung Osten. Über Scharnhorst radeln wir die Bahngleise entlang nach Lanstrop. Hier lebte Max von der Grün über 40 Jahre bis zu seinem Tod.

Am Lanstroper Ei haben wir einen guten Rundumblick, vor uns liegt der Kreis Unna, im Norden die Städte Lünen, Werne, Bergkamen. Wir machen eine kurze Rast, ich lese ein paar Seiten aus einer Erzählung, in der Max von der Grün schildert, wie er nach Krieg und Gefangenschaft 1951 aus Franken ins Ruhrgebiet kommt, Arbeit auf der Schachtanlage Königsborn II/V findet und bald darauf ein Eigenheim in einer Siedlung in Heeren erwirbt. Bis zu seinem Umzug nach Dortmund wohnt er hier 12 Jahre.

Wir fahren weiter über Husen, Kurl und Kaiserau nach Kamen, ein Weg, den Max mit dem Rad so oder so ähnlich häufiger nahm, wenn er mal nach Heeren oder Unna wollte.

Heute sind unsere ersten Ziele das Mausegatt, die Zeche Monopol und die alten Zechensiedlungen an der Lünener Straße, die in Irrlicht und Feuer erwähnt werden bzw. eine wichtige Rolle spielen. Danach geht es über den Max-von-der-Grün-Weg Richtung Heeren.

Vor einigen Jahren hat sich die Stadt Kamen nach Anregung von Heinrich Peuckmann entschlossen, die alte Zechenbahntrasse nach dem bekannten „Arbeiterschriftsteller“ zu benennen. Eine passende Namensgebung, denn an diesem Bahnweg, kurz vor den Toren der damaligen Heerener Schachtanlage Königsborn II/V, spielt das Eingangskapitel aus Irrlicht und Feuer.

Wir treten in die Pedalen und ich freue mich, dass sich junge Leute für Geschichte und Literatur der Ruhrregion interessieren. Ich rufe mir persönliche Erinnerungen an den Autor ins Gedächtnis und nehme mir vor, an unserem Zielort eine weitere Erzählung über den ehemaligen Zechenort Heeren zu lesen, denn auch über die Menschen und die damals so typischen Begebenheiten und Vorkommnisse in diesen vom Bergbau geprägten Dorf hat Max von der Grün immer wieder geschrieben.

Seine Romane und Erzählbände stehen in meinem Bücherregal. Als gebundene Erstausgaben habe ich allerdings nur Zwei Briefe an Pospischel, Stellenweise Glatteis, Flächenbrand, Die Lawine oder den Erinnerungsband Wie war das eigentlich? Kindheit und Jugend im Dritten Reich.

Ausgerechnet seinen 1963 erschienenen berühmten Roman Irrlicht und Feuer besaß ich lediglich als preiswerte, inzwischen stark vergilbte Taschenbuchausgabe, bis sich das Weihnachten 2012 fast 50 Jahre nach dem Erscheinen des Buches ändern sollte.

Meine Familie erfüllt mir zum Fest mitunter abwegige Bücherwünsche, um die ich mich selbst nicht kümmere, und natürlich habe ich auch diesmal nicht an Irrlicht und Feuer gedacht. Als ich das Geschenkpapier löse, erwarten mich weitere Überraschungen. Unter dem leicht lädierten roten Schutzumschlag verbirgt sich ein tadellos erhaltener schwarzer Leineneinband, Autorenname und Titel sind aufwändig auf den Buchdeckel geprägt, der Einband ist eine schöne, handwerklich solide und sorgfältige Buchbindearbeit.

Die Recklinghausener Erstausgabe ist es auch diesmal nicht, sondern die ein Jahr später im Ostberliner Aufbauverlag erschienene DDR-Ausgabe, und die Anmerkungen auf der Rückseite des Schutzumschlages bringen es nach 50 Jahren auf den Punkt, warum Irrlicht und Feuer damals in einer Zeit, in der kaum jemand an der Sozialpartnerschaft zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern zweifelte, so großes Aufsehen erregte.

„…Ruhrkumpel schrieb provozierenden Roman..., hieß es in der Kölner Neuen Illustrierten, und Der Spiegel reagierte: „…das Buch räsoniert über raffgierige Unternehmer, dumme Arbeiter und korrumpierte Betriebsräte…“

Der IG Bergbau „Chef“ Heinrich Gutermuth bezeichnete es als gewerkschaftsfeindlich, und ein Münsteraner Domkapitular erkundigte sich, ob der Paulus-Verlag künftig solche Art Literatur pflegen wolle.

„Was ist an diesem Roman so provozierend und sensationell, dass er derartige Reaktionen hervorrief?“ wird auf dem Schutzumschlag gefragt und sogleich die Erklärung geliefert:Max von der Grün schrieb ein Buch aus dem Leben. Dabei rückte er einem Thema zu Leibe, das für die westdeutsche Literatur bis dahin tabu war. Er sprach aus, dass es auch in einer sogenannten Wohlstandsgesellschaft soziale Probleme gibt und schreckte in seinen Szenen aus dem Arbeitsleben nicht davor zurück, harte Kritik an Methoden zu üben, die in einem modernen Industriestaat nicht mehr praktikabel sein sollten.

Dafür musste er vor Gericht, deshalb wurde ihm sein Arbeitsplatz gekündigt, und deshalb war kein Betrieb mehr bereit, ihn einzustellen.“ Soweit die Anmerkungen auf der Umschlagseite.

Dass dieser Roman auch mich faszinierte, hatte verschiedene Gründe. Einen davon hat Max von der Grün mit Federhalter über seine Signatur auf die dritte Buchseite gesetzt, er lautet Heeren 4.1.1965.

Heeren, mein kleiner von Bergbau und Landwirtschaft geprägter Wohnort, in dem ich zum damaligen Zeitpunkt genau 16 Jahre gelebt hatte und davon 8 Jahre in die örtliche Gemeinschaftsvolksschule gegangen war, bevor ich 1962 zur Schule nach Unna wechselte. Die Zechengemeinde wurde 1951 für Max von der Grün, wie für viele andere Arbeitsimmigranten, die aus Gegenden Deutschlands, in denen es für sie keine Arbeit gab, ins Ruhrgebiet kamen, zum neuen Wohn- und Arbeitsort. Obwohl er, um Geld zu verdienen, nur zwei Jahre bleiben wollte, blieb er in Heeren bis ihm 1963 der Arbeitsplatz gekündigt wurde und er sich in Dortmund niederließ.

Im Dorf wohnte er in einer Siedlung in unmittelbarer Nähe meiner Volksschule, seine damalige Frau war in den 1950er Jahren für kurze Zeit eine meiner Lehrerinnen, und in diesem schulischen Umfeld begegnete ich dem Autor gegen Ende meiner Heerener Volksschulzeit zum ersten Mal. 1960 oder 61 (ich war 11 oder 12 Jahre alt) fuhren wir mit etlichen Schulklassen zum Rodeln nach Winterberg, auf unserer Bahnfahrt begleitete er uns, vielleicht aus persönlichem Interesse, vielleicht, weil seine Frau und die übrigen Lehrer ihn gebeten hatten, als zusätzliche Begleitung und Aufsichtsperson mitzukommen.

Während der Zugfahrt ins Sauerland gab es beim Ein- oder Aussteigen einen kleinen Zwischenfall. Entweder hatten einige Klassenkameraden gebummelt und es nicht schnell genug geschafft, oder einer von uns hatte eine freche Bemerkung gemacht, möglicherweise beides. Jedenfalls schrie Max von der Grün die Jungen heftig an, trat einem in den Hintern, dann stieß er sie vor sich her zurück in den Zug nach dem Motto: „Vorwärts, nicht trödeln, nicht aus der Reihe tanzen!“

Ich muss dem Mann meiner damaligen Volksschullehrerin, von dem ich nicht wusste, dass er Bergmann und Schriftsteller war, der kurz davor stand, zu erster literarischer Bekanntheit zu gelangen, (sein erster Roman Männer in zweifacher Nacht erschien 1962) zugute halten, dass seine heftige Reaktion im Zug nach Winterberg durchaus dem damals vorherrschenden pädagogischen Zeitgeist entsprach. Den Ton kannten wir von unseren Lehrern, und zu Hause waren die meisten meiner Klassenkameraden von ihren Vätern ähnliches und gröberes gewohnt, und Max von der Grün verhielt sich lediglich nach dem gängigen Lehrermuster jener Zeit. Das ließ sich für uns Schüler verkraften, brachte doch der Ausflug in den Schnee Spaß und Abwechslung vom tristen Schulalltag.

Über 20 Jahre später,1982, unterhielten wir uns kurz in einer Königsborner Kneipe. Als er dort zusammen mit der Fotogruppe Anthrazit einen Bildband mit dem Titel Maloche, Leben im Revier vorstellte, für den er die Texte geliefert hatte, erlebte ich ihn wieder als impulsiven Mann. Damals zu Beginn der 1980er Jahre gehörte ich dem Werkkreis Literatur der Arbeitswelt an, einem Nachfolger der Dortmunder Gruppe 61. Als sich ebenfalls in den 1980er Jahren unsere Gruppe Südwestfalen des Schriftstellerverbandes in den Dortmunder Reinholdi-Gaststätten traf, nahm Max von der Grün regelmäßig teil und erwies sich als politischer Kopf, dessen Wort Gewicht und Geltung hatte.

Um auf Königsborn zurückzukommen: Der Unnaer Vorort hatte für ihn durchaus eine Bedeutung: Nach Krieg und amerikanischer Gefangenschaft war er 1951 aus seiner fränkischen Heimat Bayreuth auf der Suche nach Arbeit ins Ruhrgebiet gekommen und hatte als Bergmann in Heeren Beschäftigung auf der zum Klöckner-Konzern gehörenden Schachtanlage Königsborn II/V gefunden.

Warum es ihn nach Königsborn und Heeren verschlug, schildert er z.B. in der Erzählung Heimat ist dort, wo du dein Geld verdienst, in dem gleichnamigen, 1986 erschienenen, von Heinrich Peuckmann und Horst Hensel herausgegebenen Sammelband mit Geschichten aus der Geschichte des Ruhrgebietes.

Königsborn, das hörte sich schon besser an, lautet der Titel einer anderen Erzählung, die wir Autoren des östlichen Ruhrgebietes gern und mit ein bisschen Stolz in unsere Anthologie Im Autobahnkreuz aufnahmen, die wir 1985 zur Gründung des westfälischen Literaturbüros in Unna zusammenstellten und bei der ich Mitherausgeber war.

Beide Geschichten belegen schon in ihrer Überschrift, was es in den 1950er Jahren auf sich hatte mit Max von der Grün und Orten wie Königsborn, Heeren und dem Bergbau, der Menschen wie ihn hierher geführt hatte. So schreibt er z. B., dass die Heerener Berginvaliden ihm, dem gerade zugereisten Neuling, ihr Leben erzählten und so zu seinem ersten literarischen Thema wurden.

Eine Reihe Erzählungen, die die überschaubare Dorfatmosphäre und das typische Alltagsleben in einer Bergbaugemeinde am Beispiel Heerens schildern, hat er 1972 in dem Band Am Tresen gehn die Lichter aus veröffentlicht. Auch mir waren damals Szenarien und Motive Heerens und deren literarische Umsetzung so wichtig, dass ich 10 Jahre später im Werkkreis eine Anzahl Gedichte zu diesem Themenkreis schrieb.

Zuvor, Ende der 60er Jahre, waren Max von der Grüns Romane und Texte über Zechendörfer wie Heeren und Königsborn für mich wichtige Berührungspunkte und Einstiegsmöglichkeiten in realistische, von der Ruhrregion geprägte Literatur.

Am Unnaer Gymnasium hatten wir wohl einen guten Deutsch- und Literaturunterricht gehabt, ich las Franz Kafka, Bertolt Brecht, Heinrich Böll und alles, was mir in die Finger kam. Zu den Autoren, die mir wichtig wurden, zählten damals auch US-Amerikaner wie Jack London, Ernest Hemmingway oder John Steinbeck, dessen Roman Früchte des Zorns mich tief beindruckte.

Wichtige Exilliteratur und darüber hinaus die gerade erwähnten US-Autoren hatte Max von der Grün bereits Jahre zuvor während seiner Kriegsgefangenschaft in den USA gelesen, wobei er ausdrücklich betont, dass die Gefangenenjahre seine Universität waren.

Zu den Autoren, die ich damals las, gesellte sich in den 1960ern und 70er Jahren nun Max von der Grün, der lange Zeit gleich um die Ecke in Heeren gewohnt hatte und der in vielen seiner Texte Menschen und Orte beschrieb, die mir vertraut waren.

Die Siedlungen, die Bahntrassen, die Zechen, die Kamener oder Unnaer Markplätze kannte ich gut, in von der Grüns Roman waren sie leicht wieder zu erkennen, ebenso wie dort geschilderte Szenen, Dialoge oder typische Begegnungen.

Die sozialen Fragen, die Irrlicht und Feuer aufwarf, Konsum- und Kapitalismuskritik, berührten mich, Schilderungen von monotonen und gefährlichen Arbeitsabläufen fesselten mich ebenso wie die nachvollziehbare und spannende Handlung. Kein Wunder, dass ich als 18-jähriger die DEFA-Verfilmung gebannt im Fernsehen verfolgte. Für mich waren die geschilderten Verhältnisse real, denn um genau diese Fragestellung ging es vor allem den Kritikern. Doch neben der Handlung schenkte ich auch den Schauplätzen meine volle Aufmerksamkeit.

Bei den ZDF-Verfilmungen späterer Bücher, die im Ruhrgbiet spielten, ging es mir ähnlich. Die Fernsehfassungen von Stellenweise Glatteis oder Flächenbrand waren mit hervorragenden Schauspielern besetzt, waren kritische und realistische Schilderungen menschenverachtender Vorgehensweisen und abstumpfender Arbeitsabläufe in der modernen Industrie, waren gut beobachtete oder von von der Grün selbst erfahrene, engagierte Milieustudien und für mich spannender als viele der damaligen Fernsehkrimis.

Inzwischen sind Max von der Grüns Romanvorlagen und die danach gedrehten Filme zu wichtigen Zeitdokumenten geworden, die Erinnerungen wachrufen und Bilder damaliger Lebens- und Arbeitsbedingungen liefern. Dies erlebte ich 2007 im Dortmunder Museum für Kunst- und Kulturgeschichte, als Günter Lamprecht, 1975 Hauptdarsteller im Abhör- und Industrieroman Stellenweise Glatteis, seine eigenen Berliner Lebenserinnerungen vorstellte und gleichzeitig Passagen aus von der Grüns Roman vortrug, zu denen einige Filmszenen gezeigt wurden.

"Max-von-der-Grün-Weg" steht nun auf den Straßenschildern nahe der früheren Zechen Königsborn II/V und Königsborn III/IV (Bild), darunter die Lebensdaten des Autors. - Foto: Privatarchiv Dirk Presch Luftbild Bergwerk Königsborn, Freigegeben Reg.-Präs. Münster 5708/76

„Max-von-der-Grün-Weg“ steht nun auf den Straßenschildern nahe der früheren Zechen Königsborn II/V und Königsborn III/IV (Bild), darunter die Lebensdaten des Autors. – Foto: Privatarchiv Dirk Presch – Luftbild freigegeben Reg.-Präs. Münster 5708/76

Die Stadt Dortmund ehrte ihren Autor, indem sie den Platz vor der Bibliothek nach ihm benannte, und die Kommunen Kamen und Bönen benannten den Weg über die ehemalige Zechenbahntrasse nach ihm. Max-von-der-Grün-Weg steht nun auf den Straßenschildern nahe der früheren Zechen Königsborn II/V und Königsborn III/IV, darunter die Lebensdaten des Autors (1926 – 2005).

Kurz zuvor hatte ich seinen Namen für eine unmittelbar neben seinem früheren Heerener Wohnhaus gelegene Grundschule vorgeschlagen, die im Rahmen einer Schulfusion umbenannt werden sollte, doch niemand wollte davon etwas wissen. Dabei hatte der Autor 1976 mit den Vorstadtkrokodilen ein richtungsweisendes und viel beachtetes Kinderbuch geschrieben.

Max von der Grün Schule klinge nicht gut, hörte ich, die Kinder könnten sich den Namen schlecht merken. Da halfen auch seine engen Bezüge zu Heeren, die ich anführte, nicht viel. Man einigte sich schließlich auf Astrid Lindgren Schule. Immerhin eine Literatin, dachte ich,  gegen den Namen der berühmten Schwedin konnte ich nichts haben.

Mit unserer kleinen Radtour von Dortmund nach Kamen und über den Max-von-der-Grün-Weg nach Heeren haben die drei jungen Männer den Autor auf ihre Weise gewürdigt. In unserem Garten lese ich noch ein paar Seiten, in denen er Anfang der 1970er Jahre liebevoll kritisch meinen kleinen Wohnort und seine Bewohner beschreibt. Schon durch den kurzen Textabschnitt werden den Jüngeren die vielfältigen Veränderungen seitdem deutlich. So sind beispielsweise auch im übertragenen Sinn am Tresen die Lichter verlöscht, die früheren Bergarbeiterkneipen existieren längst nicht mehr.

Wir aber haben noch nicht genug, und bevor wir den Tag tatsächlich bei einem Bier ausklingen lassen, machen uns noch einmal auf zu einem Abstecher auf den Bönener Förderturm, heute Landmarke für das östliche Ruhrgebiet. Auch hier ist Max von der Grün eingefahren.

Mein Sohn Hendrik hat eine Führung organisiert, die humorvoll und kenntnisreich ausfällt, und spätestens jetzt stellen wir fest, dass sich unsere kleine Radtour gelohnt hat. Von der Höhe der Fördermaschinenbühne deutet Hendrik auf einen Turmfalken, der regungslos  zum Greifen nah auf einer Mauerkante des Zechenturms hockt. Von hier oben schweift unser Blick noch einmal über Orte, denen der Roman Irrlicht und Feuer vor zweiundfünfzig Jahren ein reales, realistisches Gesicht gab und für deren Menschen Max von der Grün eine kritische, parteiergreifende, von tiefem Humanismus geprägte Stimme war. Ihr lesend zu lauschen lohnt auch heute noch.

Beitragsbild: Max von der Grün, klassisch. Lachend, lebensfroh mit dampfender Pfeife, aber kritisch-deftig, wenn es um seine spezielle Sicht auf eine Gesellschaft ging, die zu seiner Zeit bereits erkennbar auf dem Marsch in die kompromisslose Gewinnmaximierung war. – Fotorechte: Stadt Dortmund

Gerd Puls, geboren am 5. Januar 1949 in Heeren-Werve, heute Kamen, Schulbesuch in Unna, Studium in Dortmund. Arbeitete als Werbekaufmann in Dortmund, später Lehrer und Schulleiter im Kreis Unna und im Märkischen Kreis; verheiratet, zwei Söhne. Schreibt vorwiegend Erzählungen, Lyrik und Kindergeschichten.  Erste Veröffentlichung von Gedichten 1971 im Westfalenspiegel, Münster, seitdem regelmäßig Literatur-Veröffentlichungen sowie Kunstausstellungen. Buchveröffentlichungen:  Hinterm Haus, Gedichte, Gelsenkirchen 1986 Was Kalle alles kann, Kinderbuch, Balve 1988 Ruhrpott, Gedichte und Grafiken, Bochum 1992, zus. mit Peter Beckmann Hommage an den Regenwald, Dortmund 1999, zus. mit Peter Turz Bis der Baum im Ständer steht, Erzählungen, Münster 2001 Lieder vom Löwenzahn, Gedichte und Farbzeichnungen, Münster 2003 Kathi kommt klar, Erzählungen für Kinder, Münster 2005 Beste Aussicht - Westfälische Grüße, Geschichten und Gedichtcollagen, Bochum 2014 Lass es Liebe sein, Erzählungen, Bochum 2014  Beiträge in Anthologien, u.a.: Der Frieden ist eine zarte Blume, Bochum 1981 Denen, die das Land lieben, Münster 1985 Heimat ist dort, wo du dein Geld verdienst, Dortmund 1986 Geisteskinder, Dortmund 1990 InnenSichtenAußenSichten, Bergkamen 1991 Das Dach ist dicht, Dortmund 1996 Lese-Zeichen, Münster, Rheda-Wiedenbrück 1998 Kreuz und quer den Hellweg, Essen 1999 Schreiben in der Metropole Ruhr, Essen 2009 Schlafende Hunde II, Berlin 2012 Das Gesetz vom Fall der Körper, Münster 2013 Schlafende Hunde III, Berlin 2014 Herausgeberarbeit: Vor Ort, Bergkamen 1980, zus. mit Klaus Goehrke Eh alles in Scherben fällt, Bergkamen 1983, zus. mit Klaus Goehrke Im Autobahnkreuz, zur Eröffnung des westfälischen Literaturbüros Unna,  Essen 1984, zus. mit Gerhard Rademacher Frag doch Strelinski, Bönen 1985, zus. mit Klaus Goehrke

Gerd Puls, geboren am 5. Januar 1949 in Heeren-Werve, heute Kamen, Schulbesuch in Unna, Studium in Dortmund. Arbeitete als Werbekaufmann in Dortmund, später Lehrer und Schulleiter im Kreis Unna und im Märkischen Kreis; verheiratet, zwei Söhne.
Schreibt vorwiegend Erzählungen, Lyrik und Kindergeschichten.
Erste Veröffentlichung von Gedichten 1971 im Westfalenspiegel, Münster, seitdem regelmäßig Literatur-Veröffentlichungen sowie Kunstausstellungen.
Buchveröffentlichungen:
Hinterm Haus, Gedichte, Gelsenkirchen 1986
Was Kalle alles kann, Kinderbuch, Balve 1988
Ruhrpott, Gedichte und Grafiken, Bochum 1992, zus. mit Peter Beckmann
Hommage an den Regenwald, Dortmund 1999, zus. mit Peter Turz
Bis der Baum im Ständer steht, Erzählungen, Münster 2001
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Der Frieden ist eine zarte Blume, Bochum 1981
Denen, die das Land lieben, Münster 1985
Heimat ist dort, wo du dein Geld verdienst, Dortmund 1986
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Das Dach ist dicht, Dortmund 1996
Lese-Zeichen, Münster, Rheda-Wiedenbrück 1998
Kreuz und quer den Hellweg, Essen 1999
Schreiben in der Metropole Ruhr, Essen 2009
Schlafende Hunde II, Berlin 2012
Das Gesetz vom Fall der Körper, Münster 2013
Schlafende Hunde III, Berlin 2014
Herausgeberarbeit:
Vor Ort, Bergkamen 1980, zus. mit Klaus Goehrke
Eh alles in Scherben fällt, Bergkamen 1983, zus. mit Klaus Goehrke
Im Autobahnkreuz, zur Eröffnung des westfälischen Literaturbüros Unna,
Essen 1984, zus. mit Gerhard Rademacher
Frag doch Strelinski, Bönen 1985, zus. mit Klaus Goehrke

 

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