Nomen est Omen, und manchmal will man solche Omen gar nicht mehr haben

Kreis Unna. Wie heißen Sie bitte? Wie bitte? Wenn ein wichtiger Grund vorliegt, und das kann ein solches sich stets wiederholendes Verständnisproblem sein, können Bürger beim Kreis eine Namensänderung beantragen. Das können zum Beispiel dauernd auftretende Schwierigkeiten bei Aussprache und Schreibweise des Namens sein.

Im vergangenen Jahr sind 64 Anträge (2013: 56) auf öffentlich-rechtliche Namensänderung von der Kreisverwaltung genehmigt worden. Davon durften Bürger in 47 Fällen ihren Familiennamen ändern (2013: 39), 17 Mal wurde ein Vorname geändert (2013: 17).

Die Hürde ist hoch

Wem sein alter Name nur nicht mehr gefällt, hat allerdings keine Aussicht auf eine Namensänderung. Die Hürde ist hoch: Es muss ein wichtiger Grund vorliegen. Insbesondere bei Problemen mit Schreibweise und Aussprache, anstößig oder lächerlich klingenden sowie sehr langen und umständlichen Namen ist dies der Fall. Wer psychische Probleme in Zusammenhang mit seinem Namen geltend macht, muss ein ärztliches Gutachten vorlegen.

Namensänderung im Interesse des Kindes

Es gibt auch Anlässe zur Änderung des Familiennamens, die im Interesse eines Kindes liegen können. Davon betroffen sein können Pflegekinder oder Kinder aus geschiedenen Ehen, wenn der oder die Sorgeberechtigte den Geburtsnamen wieder annimmt. Beteiligte an diesen Verfahren sind immer beide Elternteile.

Die Gebühren betragen für eine Familiennamensänderung 1.000 Euro – bei minderjährigen Kindern 700 Euro – und bei der Änderung des Vornamens 255 Euro.

Beitragsbild: Rallegrafix – aboutpixel.de

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