10. Todestag von Max von der Grün – Heinrich Peuckmann meint: Da könnte auch Kamen gedenken

Kreis Unna. Vor zehn Jahren starb Max von der Grün („Irrlicht und Feuer“), ein Arbeiter, ein Bergmann, ein Beobachter seiner Zunft und ein Schriftsteller, der wie kaum ein anderer versuchte, das Leben im Revier so lebendig darzustellen, wie es war. Max von der Grün kam von Bayreuth in den Pott, weil’s etwas gab hier, gut bezahlte Arbeit. Sein Kamener Kollege Heinrich Peuckmann schrieb über das spätere Mitglied der „Gruppe 61“ in Dortmund die liebevolle Skizze:

“Jürgen Fohrmann vom Kupferberg” oder die ersten Schritte von Max von der Grün in Heeren

Und weil der Max erst nach Kamen kam, auf Zeche „Königsborn II/V“ erfuhr, dass es hinter der Hacke duster ist, weil die Eindrücke, die er in seinen ersten großen Romanen beschrieb samt und sonders mit Heeren (damals noch selbstständig) und Kamen in Verbindung standen, wünscht Heinrich Peuckmann ziemlich sehnlich, dass man des 10. Todestages seitens seiner Wahl- und Inspirationsheimat ein Gedenken organisiert. Und nicht nur weil er damals Kamener war, sondern weil er es verdient. Stimmt! Ehrfürchtig hebe ich noch heute in Gedanken ein Glas Sekt an die Lippen, das „Herr von der Grün“ mir angelegen einer Sylvesterfeier im Bunker ausgab.

Dortmund macht’s vor. Die Nachbarstadt legt sich zum Gedenken an Max von der Grün mit einer Veranstaltung ins Zeug:

Max-von-der-Grün-Matinée

Zeit:
Sonntag, 19. April 2015
11 Uhr
Ort:
Stadt- und Landesbibliothek Dortmund
Max-von-der-Grün-Platz 1-3
ehemals Königswall 18
44137 Dortmund
Beitragsbild: „Irrlicht und Feuer“ – Max von der Grüns Schlüsselroman aus Kamener Zeiten, eines der bedeutendsten Stücke westdeutscher Arbeiterliteratur.

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