Manche Nachricht will ich gar nicht glauben: Eckhart Sulk ist tot

Unna. Es gibt Nachrichten, an deren Wahrheitsgehalt und Realitätsnähe will ich erstmal gar nicht glauben. Eckhart Sulk ist nicht mehr. „Fax“, wie er von manchen Freunden und Nahestehenden genannt wurde, starb im Alter von 62 Jahren. Als ich davon hörte, habe ich zunächst den Inhalt der Nachricht offenbar unterbewusst so weit von mir gehalten, dass ich das völlig verdrängte. Erst nach ein paar Gesprächen mit gemeinsamen Freunden und etwas Abstand realisierte sich die traurige Wahrheit.

Eckhart Sulk, Leiter für öffentliche Sicherheit und Ordnung beim Kreis Unna, viele Jahre Chef der Kreistagsgeschäftsstelle, ein Mensch, der in ganz NRW vernetzt war, ein Typ mit dessen Humor man im gern geübten Gleichschritt sein konnte, ich kannte ihn fast so lange wie ich Unna erforschte. Er gehörte zur Stadt und zur Kreisverwaltung als seien beide für ihn zugeschnitten. Und über beider Grenzen hinaus zog sein Freundeskreis sich wie das Myzel erlesener Pilze durch die Gesellschaft.

Ecki war ein fröhlicher und überaus gesellig-unterhaltsamer Zeitgenosse. Ob er gemeinsam mit Franz-Josef Drabig und dessen Nicole halsbrecherische Törns mit ihren Motoryachten unternahm. Ob es Anedokten waren, die er im Freundeskreis erzählte und damit für Tränengelächter sorgte. Oder ob er mit der „Classic Jazz Company“ unterwegs war und gemeinsam mit Doris Schubert (Gesang), Dr. Martin Streich (Kornett und Flügelhorn), Günter Verse (Posaune), Arno Mejauschek (Piano), Horst R. Kraft (Banjo & Gitarre), Gerd Weiss (Kontrabass & E-Bass), Peter Fey (Schlagzeug) zahllose Fans des Dixieland begeisterte. „Fax“ Sulk durfte man auch getrost die „Lebensfreude auf zwei Beinen“ nennen, ohne ihm damit zu nahe zu treten.

Er spielte Klarinette und Altsaxophon. Die beinahe jubilierende Klarinette und das Sax, das sehr nachdenklich klingen kann, mit beiden musizierte er großartig. Als wären sie der instrumentale Spiegel seiner eigenen Natur.

Als ich 40 wurde, war Ecki dabei. Als ich die 50 erreichte, war Ecki dabei. Als er am 3. Februar 62 wurde, war ich nicht dabei. Der begeisterte Skipper wird seinen letzten Törn zur See antreten.

Ecki, gute Fahrt.

Beitragsbild: Eckhart und Markus Sulk – das war 2006 vor der Fußball-WM in Deutschland. Sie waren damals die WM-Brothers aus Unna. Ecki (links) war Vorsitzender des regionalen Arbeitskreises zur Vorbereitung der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Dortmund. Bruder Markus gehörte als Feuerwehr-Profi in Dortmund zum Sicherheitsstab. Markus beriet mit anderen noch 2010 bei der WM in Südafrika die örtlichen Veranstalter. – Foto: Rudi Bernhardt

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