Baden, Abtauchen oder Wohnen, das wird die Frage in Schwerte werden

Unna/Schwerte. Wohnen oder Baden, ist das wirklich die Frage in Schwerte. Carsten Morgenthal, daselbst Pressereferent und Stadtjurist, Ur-Massener, der einst das Bad vor der Haustür hat hinscheiden sehen: „Die Stadt plant erst mal gar nichts“, sagt er. Die GWG, Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft mit Sitz direkt gegenüber dem Schwerter Rathaus, und eine Fantasy Holding Group, die in Stein am Rhein in der Schweiz sitzend firmiert, haben Konzept-Interessen bekundet. Die GWG sieht das Brachgelände des ehemaligen Spaßbades als Bauplatz für öffentlich geförderten Wohnraum an, der Fantasy Holding Group schwebt – ganz mal was neues – die Umsetzung eines Spaßbad-Konzeptes mit angeschlossenem Hotel vor.

Beide wurden aufgefordert, ihre Pläne und Vorstellungen dem Ältestenrat der Schwerter Stadtvertretung zu präsentieren. Beide unternahmen dies. Und – so erinnert sich Carsten Morgenthal – dann wurde der Ball wieder zur Rat gespielt, der sich bis Ende April Zeit nehmen will, die Konzepte zu bewerten und ihre Tragfähigkeit zu untersuchen.

„Die Fantasy Holding Group will eine mittelalterliche, karibische Themenwelt ins Ruhrgebiet bringen mit zahlreichen Weltneuheiten wie eine CrazyWaves-Wellenanlage und dem größten Tauchcenter in Europa. Mit dem Angebot möchten die Investoren jährlich mindestens 800000 Besucher nach Schwerte holen. Geplant ist zudem ein Wellness-Hotel der Vier-Sterne-Kategorie. Die Fantasy Holding Group will das Gelände für 2,5 Millionen Euro erwerben.“ So schreibt das Schwerter Internet-Portal „Blickwinkel„.

Die GWG hingegen präferiert Sozialen Wohnungsbau und begründet dies: Rentner und  und junge Familien hätten es schwer derzeit bezahlbare Wohnungen zu finden. Daher plane sie, auf dem ehemaligen Spaßbad-Gelände ein zukunftsfähiges Wohnquartier mit Barrierefreiheit in den Häusern, Klimafreundlichkeit und hoher Aufenthaltsqualität. Insgesamt sollen Wohnflächen von 4250 Quadratmetern entstehen.

Beitragsbild: Schwertes Stadtsprecher Carsten Morgenthal. – Foto: CDU Unna

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.