Und wieder geht ein richtig Guter in den Ruhestand: Rüdiger Sparbrod kommentiert: „Das kriegen wir schon hin!“

Kreis Unna. Eigentlich wollte er zur Bundesbahn. Das schien den Eltern aber zu unsicher, und weil er ein „guter Junge“ war, schwenkte er um, wurde Beamter und trug zuletzt als Sozialdezernent große Verantwortung. Nun sagt Rüdiger Sparbrod „Tschüss“.

Der gebürtige Fröndenberger (Jahrgang 1952) blieb seiner Heimatstadt bis heute treu – allerdings nur privat, denn nach der Ausbildung und den ersten beruflichen Schritten in der dortigen Verwaltung wollte Rüdiger Sparbrod wissen, ob „noch mehr geht“. Er bewarb sich erfolgreich bei der Kreisverwaltung, wurde wunschgemäß Anfang 1978 versetzt – und blieb 37 Jahre lang.

Einstieg als Programmierer in der Datenzentrale

Zum Einstieg arbeitet Rüdiger Sparbrod als Anwendungsprogrammierer der Gemeinsamen Kommunalen Datenzentrale des Kreises Unna (GKD). Weitere Stationen sind die Tätigkeit als Prüfer im Rechnungs- und Gemeindeprüfungsamt und die stellvertretende Leitung der Kämmerei sowie die Leitung des Jugendamtes.

Dann – 1992 – findet er eine neue Herausforderung und beruflichen Schwerpunkt: Er wird Leiter des Sozialamtes (heute Fachbereich Arbeit und Soziales) und entwickelt sich zu einem ausgewiesenen Fachmann rund ums Sozialrecht. Er kennt die Sozialgesetzbücher genau, er weiß „aus dem Stand“, wo was steht und wird in seinem Tun immer von der Überzeugung geleitet, dass der hilfebedürftige Mensch im Mittelpunkt des Handelns stehen muss.

Umbau des Sozialsystems mitgestaltet

Rüdiger Sparbrod arbeitet sich nicht nur in ein komplexes Regelwerk ein. Er erlebt auch den bisher letzten, grundlegenden Umbau des deutschen Sozialsystems mit. Mehr noch: Er ist einer der „Geburtshelfer“ bei der Gründung der gemeinsamen Arbeitsgemeinschaft (ARGE) des Kreises Unna mit den Agenturen für Arbeit aus Hamm und Dortmund Ende 2004 (heute Jobcenter Kreis Unna).

Besonderer Fachverstand gepaart mit hoher menschlicher Kompetenz – das bleibt nicht ohne Folgen. Landrat Michael Makiolla ernennt Sparbrod 2008 zum Dezernenten für Arbeit und Soziales sowie für Öffentliche Sicherheit und Ordnung. Den zweiten Bereich gibt er 2014 an Dirk Wigant ab und wird dafür Familien- und Jugenddezernent.

Landrat würdigt große menschliche Qualitäten

Landrat Makiolla würdigte bei der Verabschiedung nicht nur die hohe berufliche Kompetenz seines langjährigen Weggefährten, sondern auch seine menschlichen Stärken: „Humor, ein Lächeln und große Gelassenheit“. Auf facebook postete der Landrat: „Einen engen Weggefährten habe ich heute in den Ruhestand verabschiedet: Der langjährige Sozialdezernent Rüdiger Sparbrod scheidet Ende des Monats aus dem Dienst des Kreises Unna aus. Seit 1991 habe ich mit ihm in unterschiedlichen Funktionen freundschaftlich zusammengearbeitet. Schade, dass er geht!“

Rüdiger Sparbrod selbst bedankte sich bei den Gästen aus Verwaltung, Politik oder auch Sozialverbänden sowohl für überraschende Video-Botschaften als auch für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und Unterstützung. Für den Wechsel vom Arbeitsleben in den Ruhestand gilt ein für ihn typischer Satz: „Das kriegen wir schon hin.“

Constanze Rauert

Beitragsbild: Landrat Michael Makiolla (links) verabschiedete seinen alten Freund und langjährigen Weggefährten Rüdiger Sparbrod (rechts), der mit seiner Ehefrau Petra an einer kleinen Feierstunde im Kreishaus teilnahm. – Foto: Birgit Kalle

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