Kreis zeigt an jedem 10. März Flagge: Solidarität mit Tibet anlässlich eines fast vergessenen Volksaufstandes

Kreis Unna. Ups, was hängt denn da für eine fremdartige Flagge am Kreishaus neben der gewohnt blau-weißen unseres Kreises? Das hat einen besonderen Bezug: Aus Solidarität mit dem tibetischen Volk hisst der Kreis Unna auch in diesem Jahr anlässlich des Jahrestages des tibetischen Volksaufstandes morgen, 10. März, die Landesflagge vor dem Kreishaus Unna. Darauf weist Landrat Michael Makiolla vorsorglich hin, um Verständnisfragen vorzubeugen.

„In Tibet werden Menschenrechte nach wie vor massiv verletzt. Wir wollen auf diese Ungerechtigkeit aufmerksam machen, indem wir uns an der Kampagne ‚Flagge zeigen für Tibet!‘ beteiligen“, erklärt Landrat Michael Makiolla. Flagge zu zeigen bedeute, Stellung zu beziehen gegen die anhaltende Gewalt und Unterdrückung in Tibet und für das legitime Recht des tibetischen Volkes auf Selbstbestimmung einzustehen.

Damit bekräftigt der Kreis wie andere Kommunen in Deutschland seine Solidarität mit dem tibetischen Volk bei der Forderung auf Selbstbestimmung und Achtung der Menschenrechte. Aufgerufen zu dieser 2015 zum 20. Mal stattfindenden Aktion hat die Tibet-Initiative Deutschland e.V.

Hintergrund zur Geschichte

Tibet ist seit 1949/50 von China besetzt. Am 10. März 1959 erhob sich das tibetische Volk gegen die chinesische Besatzungsmacht. Tausende Tibeter versammelten sich in Lhasa, um den Dalai Lama vor der chinesischen Gefangennahme zu schützen. Der Dalai Lama musste ins Exil fliehen, der Aufstand wurde von der Volksbefreiungsarmee blutig niedergeschlagen. Mindestens 87.000 Tibeter kamen dabei ums Leben. Als Folge der anhaltenden Unterdrückung in Tibet leben heute 150.000 der sechs Millionen Tibeter im Exil.

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