Königsborns SPD ehrt ihre Getreuen: Willy-Brandt-Medaille für Nino Matich

Unna-Königsborn. Jubilarehrung in Königsborns SPD-Ortsverein: Immer etwas besonderes. Vorsitzende Heike Gutzmerow und ihre Stellvertreter Sebastian Laaser und Volker König machen alljährlich aus diesem Anlass eine würdige und den Jubilaren angemessene Veranstaltung. Dieses Jahr war Bürgermeister Werner Kolter der Laudator, der insgesamt 245 Jahren SPD-Treue Dank sagen konnte.

Zuvor hatten die 25 Anwesenden im „Spiegel“ beifällig dem Landtagsabgeordneten Hartmut Ganzke zugehört. Er stimmte die fröhliche Versammlungsrunde darauf ein, was ein solcher Anlass unter Sozialdemokraten bedeutet. Hartmut Ganzke erinnerte auch nachhaltig daran, woher er, seine Abgeordnetenkollegen und andere Würdenträger der Partei ihre Kraft bezögen. „Wenn unsere Partei, wenn also Ihr uns nicht als Kandidaten aufgestellt hättet, wären wir nie das geworden, was wir heute sind!“

Bürgermeister Werner Kolter und Volker König, Fraktions- und Stadtverbandsvorsitzender, verspäteten sich wegen anderer terminlicher Verpflichtungen ein wenig. Und das überbrückten die Anwesenden mit einer ebenso schmackhaften wie angenehmen Zwischenmahlzeit. Sie futterten erst einmal Bratkartoffeln und verschiedene Zubereitungen vom Hering. Mittlerweile auch eine Tradition: Am Samstag nach Karneval bieten die Königsborner Sozialdemokraten ein leckeres Katerfrühstück an. Und – ich hab’s probiert – im „Spiegel“ schmecken Fisch und Kartoffeln ebenso köstlich wie einst im Pferdestall von Alteheide.

Nach dem Schmaus schlugen der Bürgermeister und Volker König auf, wurde es mit der Jubilarehrung ernst. Werner Kolter widmete jedem dankende Worte und fasste ihre Lebensleistung würdigend zusammen. Ohne die Einsatzbereitschaft und Treue der Jubilare gäbe es in Unna eine schlagkräftige, arbeitsbereite und erfolgreiche SPD nicht.

Günter Luhmann wurde für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Es war so um 1965, da liefen wir uns in Dortmund über den Weg. Er war auf dem Helmholtz-Gymnasium, ich Max-Plancker, und gemeinsam trabten wir bei jeder sich bietenden Demo mit. In Unna trafen wir uns wieder, mit seinen beiden Söhnen arbeitete ich mit großem Spaß zusammen, Günter, wie die Zeit vergeht.

Franz Raulf, Heinz Steffen und Michael Wiedemann haben je 40 Jahre Parteinmitgliedschaft hinter sich – das eint uns, ich wurde erst im vergangenen Jahr für 4 SPD-Jahrzehnte geehrt. Werner Kolter versäumte es nicht, Heinz Steffen besondere Dankesworte zu gönnen, ihm dem Weggefährten und bisweilen anstrengenden Politikführer in Unna, dessen klarer Sachverstand gern auch mal gefürchtet wurde.

Günter Döblitz und Nino Matich machten je ein halbes Jahrhundert voll. Nino, der bereits da war im Rat der Stadt als alle anderen jung und frech dazu stießen, Nino, der seine unerschütterliche Wurzelverhaftung in Königsborn wie einen stetigen Kraftspender vor sich her trug, Nino, auf dessen Wort man Hochhäuser bauen konnte, ihm wurde gestern eine besondere Ehre zuteil. Neben Urkunde, Ehrennadel und Präsent zum 50. hatte Werner Kolter eine Auszeichnung parat, die er selbst zum ersten Mal verlieh: Nino Matich erhielt die Willy-Brandt-Ehrenmedaille, höchste Auszeichnung seiner Partei für kommunalpolitische Lebensleistung.

Ilse Steffen (40 Jahre) und Tochter Birgit Steffen (25 Jahre) waren nicht anwesend. Der allgemeine Dank aber galt auch ihnen. Frei nach Heinrich Heine: „Wenn Treue einen Namen hätte, hieße sie sicher SPD.“

 

Beitragsbild: Günter Luhmann, Michael Wiedemann, Nino Matich, Hartmut Ganzke (MdL), Heinz Steffen, Günter Döblitz, Franz Raulf, Heike Gutzmerow, Volker König, Bürgermeister Werner Kolter. (von links) – Fotos: Rudi Bernhardt

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