Wie schön können Wochenenden doch sein, wenn der BVB auswärts siegt

Heute hat's aber so richtig  und dreimal geklingelt. - Foto: Rudi Bernhardt

Heute hat’s aber so richtig und dreimal geklingelt. – Foto: Rudi Bernhardt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich muss jetzt mal was in ganz eigener Sache loswerden. Ich halte manchmal, gerade heute, diese Sache für deutlich wesentlicher als uninteressante Befindlichkeitsfeststellungen wenig erbaulicher Politikwichtigmacher, ich halte diese Sache auch für lebensnotwendiger als Bioapfelsaft und ich halte sie für grundlegender meine Gemütslage betreffend als papistische Grundsatzgedanken darüber, wie man Kinder würdevoll züchtigen kann. Die Rede ist von einem Wochenende mit BVB-Sieg.

Wochenlang, ja monatelang tippte ich zum Vergnügen einiger nicht so schwatz-gelb verbundener Mittipper artig auf einen Dortmunder Sieg, und ich versaute mir brav jede Aufstiegschance in der Runde. Die las dennoch am darauffolgenden Wochenende wieder meine dampfende Zuversicht am getippten Ergebnis ab, natürlich zugunsten der Dortmunder. Ich kann nun mal nicht gegen sie wetten. Die Klarheit des jeweiligen Sieges (der nicht eintraf) fiel zugegebenermaßen immer geringer aus. Die Ergebnisse wurden knapper und knapper. Meine Zuversicht dampfte sich insgeheim aber ein. Verraten hab ich es niemandem.

Mein inneres Kopfschütteln fiel indes immer heftiger aus, näherte sich den konvulsivischen Zuckungen, die mich bisweilen angelegen mancher Lektüre über individuelle Befindlichkeitsfeststellungen, die mich nicht interessieren, überfallen. Was kann da geschehen sein, dass eine Mannschaft, die in der vergangenen Saison noch von Erfolg zu Erfolg eilte, dass diese Mannschaft, wenn auch an zentralen Stellen leicht verändert, solchen Müll zusammenspielt? !!!!Das hab‘ ich so nicht gesagt!!! Nee. Aber gedacht.

Ich weiß, Fußball ist mindestens 80 Prozent Kopfsache, der Rest kann unter Handwerkszeug aufgeführt werden. Und wenn der BVB gegen Mannschaften, die gewinnen wollen, gut spielt, aber gegen Mannschaften, die nur nicht verlieren wollen, keinen Erfolg hat, dann kommt er bald, der Teufelskreis.

Nun aber zur eigentlichen Sache. Nach Monaten, an denen die Wochenenden mir mit übler Regelmäßigkeit die Laune verdarben. Nach Monaten, da diese Wochenenden dafür sorgten, dass meine Sorgen um den besten aller Vereine wuchsen. Nach Monaten, da jeder Tipp meinerseits insgeheim Heiterkeit in meiner Tipprunde auslöste. Endlich: Drei Punkte, ein Sieg, ein Auswärtssieg, die Red Lantern weitergegeben, zaghafte Blicke in Tabellenränge oberhalb der Relegationsplätze geworfen. Es geht noch. Sie haben streckenweise richtig guten Fußball gespielt. Verlernt ist also grundsätzlich nichts.

Nun keimt in mir seit heute wieder siedende Zuversicht, dass es wenigstens in den Hafen der tabellarischen Sicherheit gehen wird.So euphorisch wie Günter Netzer, der mir ja derzeit durchaus sympathisch ist, will ich ja nicht werden. Der sagte vor Rückrundenbeginn dem BVB voraus, dass er sich noch in die Champions Leaque-Ränge spielen werde. Nun wollen wir es mal nicht übertreiben. Schön wär’s ja, aber realistisch nährt sich bei mir solcher Optimismus (noch) nicht. Wie dem auch sei: Danke, BVB! Und ich tippe weiter einen Sieg an jedem Spieltag.

Beitragsbild: So, nun muss es auch in den Heimspielen wieder Grund zum Jubeln für die Gelbe Wand geben.

1 comment for “Wie schön können Wochenenden doch sein, wenn der BVB auswärts siegt

  1. Klaus Schürholz
    7. Februar 2015 at 19:53

    es siedet und dampft wieder !

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