Ein Schritt zur Inklusion: Jetzt gibt’s erste Hörstellen an Bus-Haltestellen

Kreis Unna. Bus.Hör.Stelle? Was das ist, wurde nun in Unna verraten: Hinter dem Namen verbirgt sich eine bundesweit einzigartige Einrichtung. Sie entstand in Kooperation zwischen dem VKU-Projekt „JederBus“ und der Telekom und hilft Menschen, trotz einer Beeinträchtigung den Bus zu nutzen.

Das funktioniert so, durch die Beantwortung einer zentralen Frage, nämlich: „Woher erfahre ich an der Haltestelle, wann der Bus fährt, wenn ich blind bin, sehbehindert oder nicht richtig lesen kann?“ Die Bus.Hör.Stellen befinden sich an den Haltestellen Bönen Bahnhof, Heeren Denkmal, Lünen-Süd Kirche, Schwerte Sparkasse, Selm-Bork Amtshaus und Unna Lindenbrauerei. Sie verfügen alle über ein Telefon der Telekom, das mit zwei Sondertasten ausgerüstet ist.

Drückt man die erste Taste, werden die Abfahrten an der Haltestelle vorgelesen. Über die zweite Taste wird man mit dem sprechenden Fahrplan verbunden, so dass auch schon die Rückfahrt erfragt werden kann. Außerdem: „Mit dem Telefon kann man natürlich auch telefonieren oder kostenlos einen Notruf absetzen“, sagt VKU-Geschäftsführer André Pieperjohanns.

„’JederBus‘ möchte helfen, Menschen mit Beeinträchtigungen, die heute noch gar nicht oder nur eingeschränkt den Bus nutzen, mobiler zu machen“, erinnert Landrat und Aufsichtsratsvorsitzender Michael Makiolla an das Ziel des vom Kreis finanzierten Inklusionsprojektes. „Alle Lösungen werden, ebenso wie dieses innovative Vorreiterprojekt, gemeinsam mit den Betroffenen erarbeitet.“

Weitere Auskünfte zum Projekt „JederBus“ gibt es bei Gaby Freudenreich (gaby.freudenreich@vku-online.de) unter Tel. 0 23 07 / 209-68.

Beitragsbild: Eine der Bus.Hör.Stellen, die jetzt von der VKU eingerichtet wurden. – Foto: VKU

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.