Konzerne zieren sich bei der Steuer, die Einkommen zahlen tapfer weiter

Unna.Die Ergebnisse für die Anteile der Kreisstadt Unna an der Einkommensteuer und Umsatzsteuer liegen vor. Für die beiden Verbundsteuerarten „Gemeindeanteil an der Einkommensteuer“ und „Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer“ ergibt sich für 2014 ein Gesamtergebnis von 28,0 Mio. Euro. Mit einer Steigerung um 1,4 Mio. Euro oder 5,4% gegenüber 2013 werden die veranschlagten Planwerte damit um 0,2 Mio. Euro überschritten.

Mit der Verbundsteuerentwicklung im Jahr 2014 zeigt sich Unnas Erster Beigeordneter und Stadtkämmerer Karl-Gustav Mölle sehr zufrieden: „Es ist ein sehr gutes Ergebnis, unsere Erwartun­gen an das Steueraufkommen wurden voll erfüllt. Wir partizipieren an dem guten Kon­junkturverlauf und hoffen, dass sich die weiterhin erfreulichen Konjunkturprognosen auch einstel­len werden.“ Mölle betont, dass im Gegensatz zu den international agierenden Großkonzernen, die na­hezu keine Ertragsteuern in dieser Republik entrichten, die Lohn- und Einkommen­steuerzahler sowie die Verbraucher wieder einmal den größten Teil der Steuereinnahmen er­bracht haben.

Anteil an der Einkommensteuer

Das jetzt vorliegende Jahresergebnis für 2014 in Höhe von 24,7 Mio. Euro ist das höchste jemals in der Kreisstadt Unna realisierte Einkommensteueraufkommen. Die gute Ar­beitsmarktsituation und der hohe Beschäftigungsstand haben entscheidend zu dem erfreuli­chen Steuerergebnis beigetragen. Im Vergleich zum Vorjahr konnte ein Zuwachs von 1,3 Mio. Euro oder 5,7% ver­zeichnet werden. Das Ergebnis beim Anteil an der Einkommensteuer liegt um rund 0,2 Mio. Euro über der Höhe der veran­schlagten Steuerschätzung von 24,5 Mio. Euro. Den Städten und Gemeinden steht ein 15%iger Anteil an der Lohn- und Einkommensteuer zu.

Anteil an der Umsatzsteuer

Die Städte und Gemeinden sind mit einem Anteil von 2,2 Prozent an dem Aufkommen der Umsatzsteuer beteiligt. Der Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer ist eine stetige und gut kal­kulierbare Einnahmequelle der Kommunen. Mit einem Jahresergebnis in Höhe von 3,328 Mio. Euro wurde das nach der letzten Steuerschätzung prognostizierte und veranschlagte Steueraufkommen von 3,350 Mio. Euro nur knapp um 0,7% verfehlt. Das Vorjahreser­gebnis wurde um 103.000 Euro oder 3,1% übertroffen und in der Wachstumsrate spiegelt sich das erfreulich starke Konsumverhalten der Bevölkerung.

Bei aller Freude über das gute Verbundsteuerergebnis weist Unnas Erster Beigeordneter und Stadtkämmerer Mölle darauf hin, „dass bis zum angestrebten Haushaltsausgleich im Jahr 2020 noch ein harter und steiniger Weg vor uns liegt, der von vielen Konsolidierungsmaßnahmen flankiert wird. Nur bei konsequenter Umsetzung der vom Rat beschlossenen Haushaltssicherungsmaß­nahmen werden wir unser Ziel eines ausgeglichenen Haushaltes erreichen.“

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